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Hersteller: DONTNOD Entertainment
Vertrieb: Square Enix
Steuerung: Maus/Tastatur / Gamepad
Systemanforderungen: Vista/Win7/Win8 / Dual-Core-Prozessor 3 GHz / 2 GB RAM / Nvidia GeForce GTX 260 oder ATI HD 4890 / ca. 3 GB Festplatte
USK: -
Offizielle Webseite: www.lifeisstrange.com
Deutsch: Untertitel
Episode I | Episode II | Episode III | Episode IV | Episode V

Nachdem der französische Entwickler ‚DONTNOD Entertainment‘ mit dem Action-Jump’n’Run ‚Remember Me‘ zwar einen grafisch ansprechenden, doch spielerisch zwiespältigen Titel veröffentlichte, wagen sich die Mannen nun an unser Lieblingsgenre. Allerdings nahm man nicht die großen Klassiker von ‚LucasArts‘ oder ‚Sierra‘ zum Vorbild, sondern schaute in die Gegenwart, wo ‚Telltale Games‘ mit ihren auf die Geschichte zentrierten Spielprinzipien einen wirtschaftlichen Erfolg nach dem anderen landen. Gewundert hatte es uns dann aber dennoch, dass es so lange gedauert hat, bis jemand auf dieser Welle mit zu schwimmen versucht. Aber ist das alles nur schlicht kopiert oder bringt ‚DONTNOD Entertainment‘ hier genügend eigene Elemente mit? Wir sind der Frage nachgegangen und haben uns ‚Life is Strange‘ angeschaut.
Episode I : Chrysalis
Grundsätzlich könnte der Titel ‚Life is Strange‘ eigentlich kaum besser gewählt sein. Jeder kann wohl beipflichten, dass das Leben einem oft unerwartet in vielerlei Hinsicht überraschen kann. Dabei kommt das Unerwartete sowohl in der Form von freudigen Ereignissen, aber leider auch mit schlimmen Tragödien, die erst einmal begriffen und verarbeitet werden wollen. Vor allem in der Pubertät werden junge Menschen mit allerlei Durcheinander konfrontiert, womit diese Zeit sicherlich die anstrengendste, aber auch einer der wichtigsten Abschnitte des Lebens überhaupt ist, der erst mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter wieder abflacht. Da sich ‚DONTNOD Entertainment‘ gerade auf die Zeit dazwischen einschießt, dürfte bei dem Titel ‚Life is Strange‘ wenig wundern. Das Erwachsenwerden ist für jede Generation eine Herausforderung und die Strategien, vor allem während dieser Zeit mit Problemen umzugehen oder zu lösen, formt nicht wenige Menschen für das ganze weitere Leben.
Gestatten: Max Caulfield
Die junge Max Caulfield war ihrer Heimatstadt Arcadia Bay lange fern und ließ damals so einige Freunde zurück. Fünf Jahre sind seit ihrem Weggang ins Land gestrichen, bis sich die junge Studentin für die Schulbank wieder dafür entscheidet, zurückzukehren, um Fotografie zu studieren. Ihrer Leidenschaft kommt sie in jeder freien Sekunde nach, ob es nun ein Selfie von sich selbst ist oder das Einfangen des perfekten Lichts auf einem Käfer. Sie knipst für ihr Leben gern und hat auch sichtlich Talent dafür, Momente des Lebens dauerhaft festzuhalten, die so nie wieder geschehen werden. Dass jeder Augenblick einmalig ist und jede getroffene Entscheidung wohlmöglich das ganze Leben verändern kann, verdammt alle Menschen dazu, sich genau zu überlegen, den richtigen Weg zu wählen. Doch dieser fundamentale Baustein des Daseins wird eines Tages und ohne Vorwarnung für die junge Studentin Max ausgehebelt. Denn als sie im Klassenzimmer sitzt, bietet sich ihr ein merkwürdiges Schauspiel: Sie erlebt einen Moment ein zweites Mal und bemerkt, dass sie plötzlich die Gabe zu haben scheint, die Zeit einige Minuten zurückzudrehen. Völlig verwirrt verlässt sie das Klassenzimmer und wird auf der Damentoilette Zeuge eines Mordes: Eine Studentin streitet sich mit einem Kommilitonen über Drogen, bis der Zank vollkommen eskaliert, sich ein Schuss einer Waffe löst und die Streitpartnerin getroffen zu Boden geht. Daraufhin spult Max die Ereignisse zurück und verhindert damit den sinnlosen Mord an ihrer Mitstudentin, die sich später als ihre ehemalige beste Freundin Chloe herausstellen soll. Ihr offenbart sie ihre neue Gabe und erzählt ihr auch von einer bösen Vorahnung: Max sieht einen gigantischen Tornado auf Arcadia Bay zurasen, der das kleine Städtchen in Schutt und Asche legen wird. Irgendwie muss sie also ihren Heimatort vor dem Unheil bewahren, denn viel Zeit ist nicht mehr. Außerdem verschwanden in der Vergangenheit mehrere junge Frauen spurlos von der Bildfläche, was bei Max ebenso viele Fragen offenlegt, die Antworten benötigen. Denn wer ist die Nächste?
„Du musst lernen vierdimensional zu denken“
Nach kurzem Verständnis für Max‘ neue Fähigkeiten stellt sich die Möglichkeit, die Zeit zurück zu spulen, als äußerst gewieft heraus. Denn das ist nicht nur an wichtigen Punkten möglich, die für die Geschichte interessant sind. Nein, es ist jederzeit möglich. Selbst kleinste Fehlentscheidungen können jederzeit rückgängig gemacht werden und bieten damit viel Spielraum zum Experimentieren. Reagiert der Gesprächspartner enttäuscht oder nicht wie gewünscht, dann betätigen wir schlicht eine Taste und wiederholen das alles noch einmal. Zur Erleichterung der Navigation während des Zeitreisens bekommen wir obendrein in einem Strudel visuell die Knackpunkte oder Entscheidungen angezeigt und können so problemlos und gezielt die Zeit manipulieren. Unterm Strich ist dieses Feature also nicht nur als Teil der Geschichte zu verstehen, sondern als normales Element, wie Reden oder Benutzen. Es macht wirklich Spaß und hat auch seinen Reiz, verschiedene Entscheidungen und Wege auszuprobieren. So greifen wir so lange in die Ereignisse ein, bis sie für uns passen.
Rätsel der Zeit
Allerdings werden mit dieser Gabe nicht nur simple Gespräche gekonnt beeinflusst, sondern ist dies auch für die Grübelkost ein wichtiges Element. Manchmal wissen wir nämlich noch nicht, was der Gegenüber eigentlich von uns hören möchte. Also müssen wir das Gespräch praktisch einmal durchlaufen, um dann zu verstehen, was von Max erwartet wurde, um es beim zweiten Mal richtig zu machen. Abgesehen von den Dialogen müssen auch einmal gar mehrere Aktionen hintereinander zum richtigen Zeitpunkt erledigt werden. Geht das schief, probiert man es zeitreisetypisch einfach noch einmal. Allerdings sind die Leistungen, die an den Spieler gestellt werden, durchweg äußerst offensichtlich und sollten keinen vor irgendwelche Probleme stellen. Ähnlich wie bei den Titeln von ‚Telltale Games‘ kann man sich jedwede Lösungshilfe komplett sparen. Dennoch ist ‚DONTNOD Entertainment‘ gewillt, uns ein klein wenig mehr zu fordern. Man wird zwar auch hier oft genug zum Zuschauen verdammt, kann sich aber in den einzelnen Locations komplett frei bewegen, Gegenstände begutachten, aufnehmen oder Dialoge führen. Auch wenn das letztlich dennoch recht linear ausfällt, entsteht eine gekonnte Illusion der Freiheit. Unterm Strich hat uns dieses System wirklich besser als das von ‚Telltale Games‘ gefallen. Bei ‚Life is Strange‘ kann man demzufolge ein wenig mehr von einem echten Spiel sprechen.
Musikalische Untermalung auf AAA-Serien-Niveau
Besonders hervorzuheben und ganz wesentlich zur Atmosphäre beitragend, ist die durchweg tolle Musik. Zu hören sind allerhand amerikanische Bands, die zwar hierzulande sicherlich größtenteils vollkommen unbekannt sein dürften, aber letztlich nicht weniger hörenswert sind. Wer diese Art des ruhigen und beinahe sentimentalen Rocks mag, der an Filme wie ‚Garden State‘ oder die Serie ‚Scrubs‘ erinnert, darf hier einen Ohrenschmaus erwarten. Die Lieder sind zum Teil so gut, dass man sie auch außerhalb von Max Caulfields Welt hören möchte – zumindest erging es uns so. Denn zusammen mit der äußerst stimmigen und zeitgerechten Grafik der Unreal-3-Engine formt sich ein sehr gelungenes audiovisuelles Erlebnis. In den ruhigen Passagen fühlt man sich regelrecht wohl beim Spielen, in den dramatischen Momenten fiebert man ordentlich mit.
Episode eins ist ein äußerst empfehlenswertes Erlebnis!
Zugegeben wir haben uns zu Beginn schon ein klein wenig gesträubt, in die Rolle der jungen 18 jährigen Studentin Max zu schlüpfen. Würde eine Geschichte um eine junge Studentin überhaupt so viel Potenzial bieten, dass auch nur die erste Episode ausreichend befüllt ist – ganz ohne Telltale-typische The-Walking-Dead-Apokalypse oder The-Wolf-Among-Us-Fantasy-Hintergrund? Die Befürchtungen schienen uns zwar berechtigt, zerstreuten sich aber mit jeder Spielminute immer vehementer. Dabei ist für uns noch nicht einmal das Reisen durch die Zeit der eigentliche Höhepunkt. Den nehmen die Charaktere ein – selten wirkten die derart real. Jeder hat seinen eigenen biographischen Hintergrund, von der typisch verwöhnten Göre bis hin zum schüchternen Mädel, bei denen es wirklich interessant ist, alle diese verschiedenen Charaktere kennenzulernen. Zumal es auch keinen direkten menschlichen Nemesis gibt. Der wahre Gegner ist ein Tornado, der die ganze Stadt bedroht. Doch dieser scheint noch so fern. Bis dahin lässt uns ‚Life is Strange‘ an Max Caulfields Erwachsenwerden teilhaben und all den interessanten Problemen, die auf diesem Weg zu Stolpersteinen werden könnten. Unserer Meinung nach hat ‚DONTNOD Entertainment‘ sehr gekonnt von ‚Telltale Games‘ abgekupfert, doch mehr als genug Eigenleben in die Geschichte geschrieben, um sie zu etwas Eigenem und Besonderem werden zu lassen. Wir können nur hoffen, dass die insgesamt fünf Episoden umfassende Staffel auf diesem Niveau weiterspielt und dass irgendwann auch eine deutsche Übersetzung zu haben sein wird - bislang steht leider nur Englisch und Französisch zur Auswahl. Wobei wir finden, dass zumindest deutsche Untertitel problemlos machbar gewesen wären. Einmal mehr ist es uns schleierhaft, warum an so einem kleinen Feature gespart wurde. Nichtsdestotrotz ist Folge eins auf jeden Fall schon einmal jeden Cent doppelt wert! Eine echt tolle Erfahrung!

[ 05.04.2015 ]

Episode II : Out of Time
Mit der ersten Episode stellte uns Entwickler ‚DONTNOD Entertainment‘ die Charaktere allesamt vor und kristallisierte dabei vor allem das sehr sensible Frauenzimmer Kate heraus. Eine dieser typischen weiblichen Persönlichkeiten, bei denen man sich lieber zweimal überlegt, was man sagt, da sie jedes Wort auf die obligatorische Goldwaage legt und einfach sehr schnell emotional verletzt werden kann. Unseniblerweise wird aber gerade sie mutmaßlich zum Opfer, als sie an der örtliche Vortex-Club-Studentenparty teilnimmt, zu dem plötzlich ein Video auftaucht, dass sie mit mehreren männlichen Kommilitonen zeigt, die sich über sie hermachen. Allerdings kann sich Kate überhaupt nicht daran erinnern und fürchtet, unter Drogen gestanden zu haben. Doch Drogen hin oder her: Für das junge religiöse Frauenzimmer ist dieses Video eine unfassbare persönliche Katastrophe, die sie vor ihren Eltern oder der Kirche in ernste Schwierigkeiten bringen könnte. Denn das Internet vergisst eben nichts und so scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Nur die junge Max stellt sich geschlossen an Kates Seite und versucht, die Wahrheit des Videos offenzulegen. Leider hat aber auch sie momentan wirklich ernste Probleme. Denn das Verschieben der Zeit scheint allmählich phyische Nebenwirkungen mit sich zu bringen. Als sie ihre beste Freundin Chloe nämlich endlich davon überzeugen kann, dass sie über diese Kräfte verfügt, blutet sie plötzlich aus der Nase und etwas scheint sich verändert zu haben, was in einem sehr toll inszenierten Finale gipfeln wird...
Nachdem uns der Auftakt bereits sehr begeistert hat, muss sich Episode zwei keinesfalls hinter diesem verstecken und zeigt sich vor allem durch die Geschichte über Kates Video äußerst aktuell, gesellschaftskritisch und zeigt deutlich die Gefahren des Internets, wenn es so unbedacht zum Einsatz kommt. Allerdings müssen die Macher nun ein wenig aufpassen, was das Retten von Personen durch das Zurücksetzen der Zeit angeht: Plötzlich scheint gefühlt einfach zu viel Lebensbedrohliches zu passieren, das Max mit ihrer Gabe fixen muss. Passt man hier also nicht auf, nimmt man dem bislang wirklich sehr gut geschriebenen Plot ein wenig an Wuchtigkeit. Aber das ist bislang nur eine Anmerkung von unserer Seite. Wir hatten uns jedenfalls mit recht hohen Erwartungen auf Folge zwei gestürzt und wurden nicht enttäuscht. Abgesehen von einem etwas ausbremsenden Rätsel, wo auf einem Schrottplatz fünf leere Flaschen gesucht werden müssen, fanden wir den Spielfluss sehr angenehm und zu keiner Sekunde langatmig. Auch die neuen Locations gefallen uns sehr gut und wir freuen uns schon, in den drei nächsten Folgen noch mehr von Arcadia Bay zu sehen.

[ 05.04.2015 ]

Episode III : Chaos Theory
Mit der dritten von fünf Episoden von 'Life is Strange' nehmen die Geschehnisse nun nicht nur noch mehr Fahrt auf, sondern bietet auch einen Plot-Twist, der uns tatsächlich reichlich geschockt vor dem Monitor verweilen ließ. Und - und das muss man mit aller Offenheit sagen - das haben nur äußerst wenige Titel bislang geschafft. Nachdem Kate die Entscheidung für den Freitot getroffen hat, was wir - je nach Entscheidung - entweder verhindern können oder zulassen müssen, ist der gesamte Campus noch immer vollkommen geschockt und gelähmt zugleich. Chloe und Max nutzen die Verwirrung, um eines nachts in die Fakultät einzubrechen und weiteren Nachforschungen nachzugehen, die mehr über die Hintergründe zu Kates ominösen Vortex-Club-Besuch und dem daraus resultierenden Video geben sollen. Parallel dazu wird dieses Mal auch Max' beste Freundin Cloe näher beleuchtet, was in einem Cliffhanger enden wird, zu dem wir lieber kein einziges Wort verlieren...
Grafisch bekommen wir in Runde drei zwar nur wenige neue Locations zu Gesicht, dafür aber einen Teil des Spieles bei Nacht. Das liest sich erst einmal wenig spektakulär, gibt der Folge allerdings einen gewissen Charme und Eigenständigkeit, wenn man mit Handy-Taschenlampe bewaffnet durch die dunklen Korridore der Blackwell Academy geistert. Außerdem werden Max' Fähigkeiten die Zeit zu beeinflussen auf ein komplett neues Level gehievt, bei dem wir es kaum abwarten können, zu sehen, wo das hinführen wird. Unser Fazit zu "Episode III - Chaos Theory": 'DONTNOD Entertainment' hat bislang das Kunststück hinbekommen, sich mit jeder Folge steiern zu können. Diese hier ließ uns gar mit einem Kloß im Hals zurück und das allein sagt eigentlich schon alles aus.

[ 26.05.2015 ]

Episode IV : Dark Room
Mit dem vorletzten Part der Reihe werden wir mit allerhand Informationen und Tatsachen konfrontiert, dass man glatt den Episodennamen von „Dark Room“ in „Revelations“ umbenennen könnte. Doch bevor dies eintritt, müssen wir uns erst mit der Situation auseinandersetzen, mit der Folge drei uns zurück ließ: Max hat es nämlich irgendwie geschafft, nicht nur einige Momente in die Vergangenheit zu reisen, sondern zahlreiche Jahre. Dort wittert sie die Chance, den Tod von Chloes Vater zu verhindern. Was sie aber damit angerichtet hatte, wurde uns direkt prompt quittiert: Ihr Dad mag nun noch am Leben sein, doch Chloe ist in dieser Zeitlinie vollständig gelähmt.
Deprimierend – Level 9000: Die ersten 20-30 Minuten dürften wohl die niederschmetternsten unseres Spielelebens gewesen sein. Mit anzusehen, wie Chloe dahinvegetiert und ohne Hilfe praktisch nicht einmal ein Schluck Wasser trinken kann, ist wahrlich markerschütternd. Vor allem wird das derart ergreifend dargestellt, dass es zweifelsohne zum Nachdenken anregt und uns als Spieler mit einem beklemmenden Gefühl zurücklässt. Denn nicht nur Chloes Lähmung und ihre Bindung an den Rollstuhl wird thematisiert, sondern auch die finanziellen Probleme, die die Familie damit auszuhalten hat. Das wirkt allerdings an manchen Stellen dann doch ein wenig zu dick aufgetragen, obgleich man diese Situation natürlich nicht einmal seinem schlimmsten Feind wünschen würde. Aber das ist nicht die einzige Situation, mit der sich Max auseinandersetzen muss. Denn endlich werden manche Geheimnisse gelüftet und bescherten uns ganz schön Gänsehaut. Verraten tun wir an dieser Stelle natürlich nichts, aber die cineastische Präsentation in dieser Folge ist wirklich ausgezeichnet umgesetzt und ließ uns das ein ums andere Mal gar mit einem Kloß im Hals zurück. Vor allem die superben (englischen) Synchronsprecher haben hier einen nicht unwesentlichen Anteil daran. Wirklich eine richtig tolle Folge und gefühlt die längste bislang obendrein. Doch nach so vielen Enthüllungen und einem erneut echt derben Cliffhanger können wir das Finale nun kaum mehr noch abwarten. Also sputet Euch bitte 'DONTNOD Entertainment'!

[ 11.08.2015 ]

Episode V : Polarized
Gut ein dreiviertel Jahr ist seit dem Start vergangen und wir haben an der Seite von Max Caulfield so einiges mitgemacht. Mit dem Finale kommt die Geschichte nun zu einem würdigen Abschluss und klärt alle offenen Fragen. Dabei knüpft der letzte Akt direkt an die Ereignisse der Vorfolge an und grundlegend möchten wir eigentlich auch gar nicht mehr Details zur Story verraten, da sich bereits kleinste Informationen für uns wie Spoiler anfühlen. Nur so viel sei gesagt, dass Episode fünf mit Abstand einer der emotionalsten Software-Leistungen ist, die wir bis dato je erlebt haben. Selten haben wir derart mit den Pixeln auf unserem Monitor mitgefühlt, was vor allem den einmal mehr absolut hervorragenden englischen Sprechern zu verdanken ist. Haben diese ihren Job bislang sehr gut gemacht, fahren sie hier zu absoluten Höchstleistungen auf. Als dann der Abspann über unseren Bildschirm flimmerte, mussten wir jedenfalls erst einmal kräftig durchatmen. Uns fehlen hier beinahe die Worte, das adäquat zu beschreiben - außer: Wow, einfach nur Wow!
Mit dem Abschluss von Max Caulfields Erlebnissen hat der französische Entwickler 'DONTNOD Entertainment' wahrlich meisterhaft bewiesen, dass sie durch die Bank das hohe Level der erzählerischen Gestaltung von 'Life is Strange' absolut halten konnten. Für ein Erstlingswerk in dieser eigentlich Telltale-typischen Adventure-Sparte eine bemerkenswerte Leistung und wir denken wohl, dass der finanzielle Erfolg uns sicherlich nicht allzu lange auf ein neues Machwerk der Franzosen warten lassen dürfte. Wir würden allerdings nicht so weit gehen zu sagen, dass 'DONTNOD Entertainment' hier an 'Telltale Games' heranreicht oder diese gar überflügelt. Es ist einfach eine andere Art, Geschichten zu erzählen, die uns auf jeden Fall ausgezeichnet gefallen hat. Somit bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen, dass jeder, der noch nicht mit dieser Serie begonnen hat oder gar auf die Komplettierung wartete, jetzt aber unbedingt zuschlagen sollte! Denn ansonsten entgeht ihm hier ganz großes Adventure-Kino!

Finales Fazit:
Haben wir anfangs noch ein wenig skeptisch reagiert, inwiefern eine Geschichte über eine junge Studentin uns fesseln können würde, wurden wir sehr schnell eines Besseren belehrt. Wir erwarteten gar etwas im Sinne amerikanischer TV-Teenie-Serien. Doch 'Life is Strange' ist sehr weit davon entfernt und lässt den Spieler an einer Geschichte teilhaben, die sich mit Freundschaft, Problemen des heutigen Zeitgeists und letztlich äußerst ernsten Themen auseinandersetzt, die Spieler, die das auch wirklich an sich heranlassen, keinesfalls unberührt lassen dürfte. Die fünf Happen mit einer Spielzeit von durchschnittlich um die 2,5 Stunden sind nicht weniger als tolles Adventure-Kino und wir sprechen eine absolut uneingeschränkte Kaufempfehlung aus. Einziges Manko ist leider die Tatsache, dass zum Zeitpunkt dieses Tests das gesamte Paket ausschließlich in englischer Sprache vorliegt. Wir hoffen, dass hier doch noch zumindest mit deutschen Untertiteln nachgebessert wird. Wer aber des Englischen mächtig ist, sollte wirklich unbedingt zugreifen!
Hinweis: 'Life is Strange' steht mittlerweile auch mit deutschen Untertiteln zur Verfügung!

[ 22.10.2015 ]

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