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Hersteller: Cyan
Vertrieb: Ubisoft
Steuerung: Maus
Systemanforderungen: Win 2000/XP / Pentium III 800 MHz / 256 MB Ram / 32 MByte 3D-Grafikkarte / ca. 4,5 GB Festplatte
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Offizielle Webseite: -
Satte 12 Jahre dauerte die Evolution der wohl erfolgreichsten Spieleserie aller Zeiten an. Nach dieser halben Ewigkeit ist es wohl nur fair, dass sie endlich zu einem Ende kommt. Mit 'Myst V - End of Ages' schließt sich nun der Kreis. Bis zum Release war aber dennoch Bibbern der Fans angesagt, denn die Beinahe-Pleite des Entwicklers 'Cyan' lag wie ein dunkler Schatten über der Veröffentlichung. Schwamm drüber: Dem Entwickler geht's wieder besser und 'Myst V' hat von all dem nichts mitbekommen, denn das erschien wie geplant.

Ein letztes Mal wird der Spieler nun Hals über Kopf in die mysteriöse Welt geworfen. Viele Jahre sind seit dem vierten Teil vergangen. Yeesha, Atrus' Tochter, ist mittlerweile erwachsen und hat das Erbe ihres Vaters angetreten. Der liest uns zu Beginn einen sehr melancholischen Brief vor, der von Trauer und Schmerz handelt. Alles hat er verloren, seine Söhne, seine Frau Catherine und nun bangt er darum, auch noch seine einzige Tochter Yeesha zu verlieren. Er warte nur noch auf das Ende, seines und das der D'ni. Aber, dem noch nicht genug, kaum sind wir in K'veer angekommen, läuft uns auch schon das Töchterchen über den Weg. Diese erzählt von einer Steintafel, die unbedingt befreit werden muss und warnt vor ihrer Macht. Dem Spieler wird nun die Aufgabe übertragen, besagtes Stück Stein heranzuschaffen. Doch Yeesha warnt, dass man ihr keinesfalls die Tafel übergeben sollte. Also treten wir die Reise an und treffen gleich nach der Abreise auf Esher. Der widerrum bietet uns seine Hilfe an und warnt und gleichzeitig vor Yeesha, ihr nicht zu trauen. Verwirrter als jemals zuvor muss man nun Schritt für Schritt die insgesamt fünf mystischen Welten erkunden und nach und nach aufdecken, was es mit all dem auf sich hat. Zusätzlich steht obendrein noch ein Besuch auf der originalen Insel Myst an, die man seit Teil eins nicht mehr bereisen konnte.
Das Finale in 3D
Adventurier der ersten mystischen Stunde müssen sich gleich zu Beginn einer großen Veränderung hingeben: Zwar spielt sich 'Myst V' wie gewohnt aus der Ego-Perspektive, doch baut es nicht mehr, wie die vier direkten Vorgänger, auf edel vorgerenderte Hintergründe. An dessen Stelle ist nun eine waschechte 3D-Engine gerückt, die sich bei genauerer Betrachtung als stark modifizierte Version der Uru-Engine entpuppt. Doch eines hat sich nicht geändert: Die grafische Qualität stellt dieses Mal eben nicht in Sachen 2D, sondern 3D, alle bekannten Adventures in den Schatten, die ebenso die dritte Dimension für sich entdeckt hatten. Detaillierte Welten, Tag- und Nachtwechsel, todschicke Wetter- und Wassereffekte, Spiegelungen und lebensecht animierte Charaktere runden das Gesamtbild hervorragend ab. Letztere wurden übrigens mit einer aufwendigen Mixtur aus Video, Motion-Capturing und Physik-Engine in Szene gesetzt. Um die Kluft zwischen gefilmten und animierten Charakteren nicht so groß werden zu lassen, wurden die Schauspieler beim Sprechen und Gestikulieren der Monologe abgefilmt und die Gesichtstextur, sowie die Körperbewegungen dann auf die Computerfiguren übertragen. Abgerundet wird dies dann noch durch die Physik-Engine, die Kleider realistischer denn je animiert. Eine nette Idee, die im fertigen Spiel einfach nur großartig aussieht. Trotzdem ist das alles kein Vergleich zum grafisch bombastisch, vorgerenderten 'Myst IV - Revelation'.
Hörgenuss - ganz ohne Jack Wall
Für die musikalische Seite wurde dieses Mal nicht Jack Wall verpflichtet, der in Teil drei und vier mit orchestraler Unterstützung Gänsehaut erzeugte. Etwas kostengünstiger, dennoch nicht minder gut: Tim Larkin. Der gab dem fünften Teil mit seiner Musiknote einen fast ebenso guten Charakter wie seine beiden Jack-Wall-vertonten Vorgänger - und das ohne jedes Orchester. Die Myst-Reihe zeichnete sich ebenfalls immer durch realistische und atmosphärische Geräuschkulissen aus. Auch der letzte Part der Reihe steht dem in nichts nach. Selbiges gilt für die Sprachausgabe: glaskar und in Hörspielqualität. Innovation: Gefundene Bücher müssen nun nicht mehr selbst gelesen werden. Der Spieler kann sich bequem zurücklehnen und den Worten des Buchautors lauschen, denn der liest uns das Ganze vor.
Drei Steuermodi
Eine neue Art der Grafik bringt natürlich auch eine neue Art der Steuerung mit sich. So stellt es uns das Spiel vollkommen frei, wie wir uns durch die 3D-Welten bewegen wollen. In der klassischen Variante klickt es sich exakt so wie in den frühen Vorgängern, genauer gesagt: Teil eins und zwei. Ein Klick in die Mitte des Bildes heißt geradeaus, an den rechten oder linken Rand weist man der Figur eine Drehbewegung in die angegebene Richtung zu. Variante zwei ist dem klassischen Modus sehr ähnlich - genannt "Klassisch Plus" -, mit der Ausnahme, dass man mit der Mausbewegung automatisch den Blickwinkel ändert - vorzufinden in den beiden direkten Prequels. Last but not least gibt uns Variante drei das Gefühl, als würden wir einen Ego-Shooter spielen. Die Tastatur bestimmt die Laufrichtung, die Maus den Blickwinkel.
Rätselfreuden
Im Großen und Ganzen wird sich auch hier nicht großartig vom bekannten logischen Pfad entfernt. Erneut warten Maschinen und Apparaturen darauf, dass der Spieler sie versteht und bedienen kann. Zusätzlich zum Altbewährten trägt man außerdem noch eine Steintafel mit sich herum. Auf den Reisen durch die Welten stößt man immer wieder auf Symboliken, die man auf die Steintafel kritzeln muss. Danach legt man die Tafel zu Boden, entfernt sich und kann Beobachten, wie ein Wesen des Volkes der Bahro das Aufgemalte in die Tat umsetzt. Diese Wesen besitzen sehr viel Macht und so kann man sie mithilfe der Steintafel kontrollieren. Auf ihre Kräfte zurückzugreifen, kann man getrost als Kern des Spieles bezeichnen. So können sie auf das Wetter Einfluss nehmen oder verlinken Steintafelhalter zum flotteren Reisen. Wichtig: Man sollte natürlich versuchen, die Zeichnungen so exakt wie möglich auf die Tafeln zu bringen. Nur zu Beginn wird dem Spieler viel Freiheit gelassen und selbst bei abstrakten, malerischen Entartungen unsererseits wusste das Programm noch, was wir denn machen wollen. Leidglich später dann das Lift-Rätsel führte zu Frustmomenten, wenn man so exakt nachzeichnen muss, dass es erst bei x-ten Mal funktioniert und schon ein falscher Strich das Aus bedeutet. Zumal es keine einzelne Undo-Funktion gibt. Einmal verzeichnet, muss man wieder von vorn anfangen - das nervt! Schwacher Trost: Bereits gezeichnete, richtige Symboliken merkt sich das Programm. Bei erneutem Nutzen müssen diese dann lediglich nur noch ausgewählt werden.
Finales Fazit
Hauptmanko sind die Myst-fremden, hohen Hardwareanforderungen. Wer das Spiel in voller Pracht genießen möchte, mit sämtlichen Features, bei dem sollte mindestens eine 3D-Grafikkarte der höheren GeForce-FX-Reihe oder ein vergleichbares ATI-Modell unter Haube schlummern - die Ursache dafür liegt auch in der Tatsache, dass bereits die Minimalauflösung 800x600 Bildpunkten darstellt und nur nach oben Variabilität bietet. Dass da kleinere Grafikkarten schlapp machen, wundert kaum. Doch davon abgesehen, ist es wahrlich sehr schade, dass die Reihe nun endgültig zur Ruhe gebettet wird. Aber, wie heißt es? "Man soll aufhören, wenn's am Schönsten ist" - und das hat der fünfte Teil erreicht. Trotz 3D für Myst-Fans ganz klar ein Must-Have-Titel. Vielleicht etwas kürzer als die Prequels, doch mindestens ebenso genial. The End ...

Kommentare

Lore11: Habe das Spiel komplett durchgespielt. Eine wunderschöne 3D Landschaft und absolut lebensechte Darsteller. Das Spiel hat mich gefesselt von anfang an. Mich störte NUR die ewig dauernden Dialoge von Esher. Das hätte man auf ein Minimum reduzieren können; jeder Kaffee wäre da kalt geworden. Ansonsten sind es, wie auch bei den Vorgängern der Myst Reihe, sehr interessante Rätsel die es zu lösen gilt. Allerdings konnte ich bei manchen Rätseln nur mit Hilfe vom Lösungsbuch schaffen.
Fazit: Für mich eine atemberaubende 3 D Landschaft sowie auch mehrere anspruchsvolle Rätsel.
(06.03.2006, 16:01 Uhr)

Malte: Hallo, hab mir als Fan von Myst jetzt Dreamfall gekauft und bin total enttäuscht: es ist einfach LANGWEILIG, man ist nur am hin- und herrennen und ich habe noch kein wirliches Rätsel gefunden... einfach nur hinlaufen und eine der wenigen Möglichkeiten anklicken, schon läuft der Film weiter...

Habt ihr ’nen Tipp für mich für ein gutes aktuelles Adventure à la Myst?
(17.09.2006, 16:26 Uhr)

binzer: schade, habe mir mehr erhofft...
ich dachte zuerst ich hätte mir eine demo gekauft.

@malte: teste mal "URU - ages beyond myst"
(09.06.2007, 02:57 Uhr)

Masters1984: Schizm I und II ist so ein Spiel ähnlich wie Myst, viel Spaß beim spielen
(04.07.2007, 22:32 Uhr)

Sahra: Hallo weiß einer ob es Myst 6 gib oder geben wiird.
(04.10.2007, 12:44 Uhr)

Lord Toni: Suche Spiele a la Myst. Habe Dark Fall 1+2, Nine, Barrow Hill und so durch. was nun?
(05.08.2008, 13:18 Uhr)

LoL: hey das hilft uns net weider -.-*
aber na ja wenn es euch weiter hilft dann bidde uns hilft es net
(23.11.2008, 16:44 Uhr)

A RealMyst Fan: Myst 5 ist das schlechteste Myst Allerzeiten. Die Grafik ist schlechter als bei Myst 1. Es ist nicht mehr Mystisch anstatt mit Büchern reißt man mit Sockeln. Was ist dass ist dass Yeesha oder eine Oma? Warum ist Myst verschlossen in Myst 1 hat Atrus einen die Insel geschenkt das ist Diebstahl.
Rätsel muss man auch mit der Lupe suchen. Ich hätte ne bessere Story. Ich mache ein Fanprojekt zu Myst. Kann mir jemand sagen mit welchen programm Myst 1 animiert wurde? wenn jemand intresse hat kann sich bei mir melden?(Nichts destutrotz gute seite!)
(22.12.2008, 18:11 Uhr)

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