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Hersteller: Telltale Games / LucasArts
Vertrieb: Telltale Games
Steuerung: Maus & Tastatur
Systemanforderungen: WinXP/Vista / Prozessor 2 GHz / 512 MB RAM / 64 MB 3D-Grafikkarte / ca. 300 MB Festplatte [pro Episode]
USK: -
Offizielle Webseite: www.telltalegames.com/monkeyisland
Episode I | Episode II | Episode III | Episode IV | Episode V

Es scheint eine Ewigkeit her, seitdem das letzte Mal der Name Guybrush Threepwood fiel. Im Jahre 2000 gab der „mächtige Pirat“ sein letztes Debüt und verprellte selbst einen Teil der hartgesottensten Fans, aufgrund der 2,5D-Optik und einer unhandlichen Tastatursteuerung. Daher gibt es doch tatsächlich eine Handvoll waschechte Guybrush-Fans, die im Boykott das vierte Abenteuer niemals eingegangen sind. Und gerade die werden sich wohl am wenigsten freuen, dass ausgerechnet die fünfte Reise in die Karibik erneut nur komfortabel mithilfe der Tastatur spielbar ist.
Episode I : Launch of the Screaming Narwhal
Doch erst einmal von vorn: Immerhin sind ganze neun Jahre ins Land gestrichen. Wie viel Zeit derweil in der Karibik durch die Sanduhr gelaufen ist, wird nicht ersichtlich. Doch Guybrush scheint sich bereits inmitten eines Abenteuers zu befinden: LeChuck hat nämlich einmal mehr seine Angebetete Elaine entführt und kurzerhand ihr Schiff gekapert, um einen Voodoo-Fluch in Gang zu setzen. Doch Guybrush ist rechtzeitig zur Stelle, um den Piratenkapitän ein für allemal das Handwerk zu legen. Ebenfalls mit allerhand Voodoo bewaffnet, rammt er seinem Erzfeind seine Klinge in die Brust. Leider nicht mit der erhofften Wirkung, denn aufgrund des Voodoo-Durcheinanders wird LeChuck plötzlich zurück in einen Menschen aus Fleisch und Blut verwandelt. Das was von dem stinkenden Untoten übrig bleibt, manifestiert sich ausgerechnet in Guybrushs Hand, die fortan nicht mehr auf ihren Besitzer hören mag und gleich eine Explosion an Deck auslöst. Die katapultiert Guybrush in die Tiefen des Meeres, woraufhin er einige Zeit später am Strand des kleinen Piratennests Floatsam Island erwacht. Doch eine Rettung Elaines scheint erst einmal unmöglich zu sein. Denn das kleine Inselchen wird von einem Problem geplagt, dass die Bewohner dazu verdammt, den Flecken Erde nicht mehr verlassen zu können. Sämtliche Winde steuern nämlich direkt auf die Insel zu, was ein Davonsegeln praktisch unmöglich macht. Doch es gibt immer Hoffnung: Ein ansässiger Zeitungsverleger will eine Person kennen, die eine Lösung zu kennen scheint. Jedoch muss Guybrush für die nötigen Infos erst einmal ein paar Schlagzeilen machen, woraufhin er sich drei Prüf---… Aufgaben stellen muss: Ein Schiff kapern, einen Schatz bergen und eine Barschlägerei anzetteln. Das kommt uns doch verflixt bekannt vor.
Willkommen in der Karibik
Während ‚LucasArts‘ beim dritten Prequel seinerzeit mit 2,5D-Grafik karibisches Flair aufkommen lassen wollte, hat sich Entwickler ‚Telltale Games‘ erneut für den bewährten, reinen 3D-Unterbau entschieden, den sie bislang für sämtliche Serien-Adventures verwendet haben. Unserer Meinung nach kann sich das vor allem in maximalen Details sehen lassen und wir waren verblüfft, was die Mannen aus der eigentlich mittlerweile betagten Engine heraus kitzeln konnten. Natürlich steht das in keinem Vergleich zu aktuellen 3D-Titeln aus anderen Genres. Allein so manche Textur ist recht verwaschen, aber man merkt, dass auf die typische ‚Monkey Island‘-Atmosphäre bewusst hingearbeitet wurde. Vor allem die zahllosen und wieder sehr tollen Animationen sind ohne Zweifel erhaben und werten das grafische Empfinden deutlich auf, das bewegt ohnehin besser ausschaut, als die geknipsten Screenshots. Denn die geben einfach nicht das ganze Flair wieder.
Wiederhören und -sehen mit alten Bekannten
Nicht nur, dass man mit bereits bekannten Figuren, wie Elaine, LeChuck oder der Voodoo-Lady, ein Wiedersehen feiert, so gibt es auch ein Wiederhören – zumindest in englischer Sprache. Denn ‚Telltale Games‘ hat sich bemüht, alle originalen Sprecher wieder ins Boot zu holen. Allen voran natürlich Dominic Armato, der den englischen Guybrush wie kein zweiter verkörpert. Aber auch die restlichen Sprecher sind außerordentlich gut gewählt und bieten einen Hörgenuss vom Feinsten, der zusammen mit den bereits erwähnten, tollen Animationen bahnbrechend gut rüberkommt. Und zu lachen gibt es selbstredend mehr als genug. Der hohen Witzdichte der Vorgänger steht ‚Tales of Monkey‘ in absolut nichts nach, so viel ist sicher. Musikalisch hat man dieses Mal sogar auf den internen ‚Telltale‘-Komponisten Jared Emerson-Johnson verzichtet und ihn durch niemand Geringeren als Michael Land ersetzt. Der ‚LucasArts‘-Soundmagier vertonte seit ‚The Secret of Monkey Island‘ jedes Abenteuer von Guybrush Threepwood.
Steuerungsgewirr
Konnten wir bei der derzeitig ebenfalls noch laufenden ‘Wallace & Gromit’-Staffel den Wechsel zur Tastatur- bzw. Controller-Steuerung nicht ganz nachvollziehen, hat ‚Telltale Games‘ noch weiter daran geschraubt. Auf eine reine Controller-Steuerung (beispielsweise mit einem XBox-Pad) wurde dieses Mal verzichtet. Guybrush lässt sich zwar mit einem Pad dirigieren, aber mit der Umwelt interagieren, ist ausschließlich nur mit der Maus möglich. Komfortabel ist jedoch gelöst, dass die Spielfigur nicht zwingend direkt neben einem Hotspot platziert werden muss. Ein Klick und die Aktion wird ohne ein „Harr“ ausgeführt. Da ist es umso unverständlicher, warum ein Klick in die Landschaft keine Regung von Guybrush auslöst. Bei den durchweg überschaubaren Locations wäre ein primitives Wegfindungssystem sicherlich kein Problem gewesen. Obendrein hätte man damit außerdem so manch‘ weiteren Käufer an Land gezogen. Es existiert zwar eine rudimentäre Maussteuerung, bei der die linken Maustaste gedrückt gehalten werden muss, doch ist die bei weitem nicht so präzise wie das Kommandieren per Tastatur.
Karibische Rätsel nicht ganz auf ‚Monkey‘-Niveau
Erstmalig in einem Adventure der ‚Telltale Games‘-Schmiede können nun übrigens auch Gegenstände im Inventar miteinander kombiniert werden. Aufgrund der Tatsache, dass der Rucksackinhalt jedoch stets überschaubar bleibt und so diverse Kombinationen sehr schnell herausgefunden werden könnten, hat man das, scheinbar als Gegengewicht, schlichtweg umständlicher gestaltet. Objekte können nämlich nicht einfach miteinander benutzt, sondern müssen aufwendig in einer „Kombiniere mit“-Inventarstruktur abgelegt werden. Nun noch zusätzlich ein Klick auf das „+“-Symbol und erst dann prüft das Programm, ob das, was man da zusammenschweißen mag, überhaupt sinnvoll ist – umständlicher geht’s beinahe nicht mehr. Die Rätsel sind hingegen alles andere als umständlich, sondern klar strukturiert. Man merkt zwar, dass man zumindest in die Nähe der Klasse der Vorgänger kommen wollte, aber das wird, trotz einiger origineller Ideen, nie wirklich ganz erreicht. Beispielsweise muss sich unser Möchtegern-Pirat aus einem Patienten-Stuhl befreien, an den ihn ein abgedrehter Arzt geschnallt hat. Der Witz an der Sache ist, dass Guybrush lediglich den Stuhl drehen und neigen, ansonsten jedoch nur seine Beine zu Hilfe nehmen kann. Diese Konstellationen ergibt einiges an Witzpotential, das auch gekonnt ausgenutzt wurde. ‚Monkey Island‘-Fans werden sich überhaupt sofort wie zu Hause fühlen. Recht häufig lehnt sich nämlich die Rätselmechanik klar an bereits bekannte Kost aus den Vorgängern – Thema: Schatzkarte. Aber wir wollen nicht zu viel verraten, immerhin ist so eine Episode recht kurz. Adventure-Veteranen sollten rund vier Stunden benötigen, nach sechs sollte dann spätestens jeder das Finale hinter sich gebracht haben.
Episode eins macht einfach Spaß!
Wäre die Episode nicht bereits durchgespielt, wären wir wohl noch immer in der Karibik. So gut hat uns nämlich die Wiedergeburt der Serie gefallen. Da ist es uns ganz gleich, ob grafisch nicht auf der höchsten Welle mit geschwommen wird. Man merkt, dass ‚Telltale Games‘ sehr behutsam mit der liebgewonnen Adventure-Lizenz umgegangen ist und nichts Unsinniges riskiert hat. Der Witz stimmt, die Animationen sind formidabel, die Atmosphäre ist klasse, die (englische) Sprachausausgabe hat uns umgehauen und die musikalische Untermalung rüttelt so manche Nostalgie wieder wach. Was will ein anständiger Pirat mehr? Für Fans, die dem Englischen mächtig sind, ein absolutes Must-Have und für alle anderen auch. Denn aufgrund der Tatsache, dass kein Vorwissen zwingend nötig ist, ist diese erste Episode der perfekte Einstieg in die wohl schönste Adventurewelt überhaupt: ‚Monkey Island‘!!

[ 10.07.2009 ]

Episode II : The Siege of Spinner Cay
Mit einer Klinge an Guybrushs Hals endete Episode eins mit einem gekonnten Cliffhanger. Sofort rasten die Gerüchte durch die Karibik, um wen es sich wohl bei dem Schwertschwinger handeln könnte: Carla, die Schwertmeisterin oder vielleicht sogar Kapitän Kate Capsize aus dem zweiten Debüt der Affeninsel aus dem Jahre 1991? Leider kilometerweit am Kiel vorbei. Tatsächlich ist es ein neues Gesicht in der Monkey-Welt: die Kopfgeldjägerin Morgan LeFlay. Die wurde von Doktor de Singe, der in der letzten Episode unbedingt Guybrushs wabbelnde Voodo-Hand haben wollte, beauftragt, um zu Ende zu bringen, was der französische Auftraggeber nicht geschafft hatte. Nach einer schicken Fechteinlage (dieses Mal selbstlaufend und ohne Beleidigungen) hakt LeFlay die pockenversuchte Extremität überraschenderweise ab und macht sich aus dem Staub. Ganz im Stile der Piraten muss nun ein Haken den Dienst des abgetrennten Greiforgans übernehmen. Doch das ist nur das kleine Übel. Denn die LeChuck-Pocken stecken nicht nur mehr und mehr „unschuldige“ Piraten an, sondern auch Elaine ist infiziert. Die findet Guybrush überraschenderweise auf einer nahegelegenen Inselgruppe voller Meerjungfrauen unbeschadet wieder. Ebenso wie LeChuck, der sich, komplett vom Voodoo befreit, in seiner lebendigen Haut tatsächlich zum Positiven verändert zu haben scheint. Aber erst einmal muss eben das Pockenmittel her und damit La Esponja Grande gefunden werden. Dazu müssen allerdings vorher drei Artefakte in unseren Besitz gelangen, deren Suche sich auf sechs Inseln erstreckt. Jedoch bieten lediglich zwei mehr als eine Location. Inselbesuche a la ‚Monkey Island II‘ darf man in einer Episode von knapp zweihundert Megabyte natürlich nicht erwarten.
Mindestens so gut wie Episode eins!
Hatte man nach dem grandiosen Erstauftritt vor wenigen Wochen verständlicherweise Sorge, dass das hohe Level nicht gehalten werden könne, dann können wir – zumindest was Episode zwei betrifft – ganz klar Baldrian zur Beruhigung verteilen. Der hohe Level wird weiter konstant auf Kurs gehalten. Vor allem die Rätsel sind, für die normalerweise sehr leichten ‚Telltale Games‘-Verhältnisse, recht gut gelungen und abwechslungsreich. Der Humor sowieso. Kleines Highlight ist dieses Mal, abgesehen vom grandiosen Cliffhanger am Ende (!), LeChuck, den man beim Lösen eines Rätsels helfen muss. Dabei schlägt man dem einstigen Herrscher der Karibik Tätigkeitsworte vor, mit denen man ihn fast ein wenig „fernsteuert“ (Benutze x mit y). Eine nette Hommage an das alte SCUMM-Bedien-Interface. Unser Fazit: Die Sorgenfalten können aus dem Gesicht verschwinden, denn Guybrush ist noch nicht müde und auch in Episode zwei voll da. Zeitweise erinnert die sogar ein klein wenig an die Blockbuster-Trilogie ‚Fluch der Karibik‘. Wie dem auch sei: Zugreifen!!

[ 27.08.2009 ]

Episode III : Lair of the Leviathan
‚Telltale Games‘ ist anscheinend auf den Geschmack der Cliffhanger gekommen - also spannende und überaschende Finalszenen, die einen faktisch zwingen, auch die nächste Episode anzugehen. So war’s am Ende von Folge eins und nicht anders hat auch die zweite den Epilog abgeschlossen. Der umfasste die Tatsache, dass Guybrush samt Mann und Schiff von einer riesigen Seekuh verschlungen wurde. Darin trifft er auf Coronado De Cava, der sich mit seiner gesamten Mannschaft dort häuslich eingerichtet hat und Teile der Organe des Säugetiers für eigene Zwecke nutzt. So auch die Hörschnecke, die leider für den Orientierungssinn verantwortlich ist. Denn eigentlich sollte die überdimensionale Seekuh direkt Kurs auf das sehnlichst gesuchte La Esponja Grande nehmen, was jedoch ohne das Organ unmöglich ist. Hauptaufgabe in Folge drei ist es deshalb, das besagte Teil des Innenohrs wiederzubeschaffen. Doch das ist natürlich schwerer als gedacht. Denn in der Magengegend hat sich De Cavas Crew als Bruderschaft festgesetzt, der Guybrush erst einmal beitreten muss. Um das zu erreichen, warten schräge Aufgaben - ganz vorn ein Grimassenwettbewerb.
Halbzeit
Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Episode hat man mehr als die Hälfte der Story hinter sich gebracht. Was bisher deutlich auffällt, ist dass ‚Telltale Games‘ anscheinend wirklich Wort hält und Guybrush mit jeder Folge an einen anderen Ort schickt. Bislang hat sich grundlegend nichts wiederholt, die Aufgaben wirken stets frisch. Der bereits angesprochene Grimassenwettbewerb lässt außerdem so manch wohliges Gefühl an ein Beleidigungsfechten oder den Spuckwettbewerk aus der zweiten Affeninsel aufkommen. Fans der Vorgänger werden dieses Mal ohnehin wieder so einiges im Spiel vorfinden, was beinahe 1:1 aus denen „geklaut“ wirkt. Das ist selbstredend nur im positivsten Sinne gemeint. Was aber auch auffiel, war die teils schwache grafische Präsentation, die seit Folge eins leicht abgebaut hat. Im Inneren der Sehkuh wirken Texturen teils lieblos aneinander gereiht, die Animationen sind jedoch wieder allererste Wahl. Unser Fazit: Episode drei macht im Grunde nichts falsch und überrascht mit teils sehr frischen Aufgaben. Und obendrein gibt's ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Wir sind gespannt, wie’s weitergeht!

[ 19.10.2009 ]

Episode IV : The Trial and Execution of Guybrush Threepwood
Zum ersten Mal in der bisherigen ‚Tales of Monkey Island‘-Erzählweise verschlägt es Guybrush zurück an einen bereits bereisten Ort. Denn Morgan LaFlay schlägt den jungen Piraten bewusstlos und bringt ihn zurück nach Floatsam Island, um ihn dort an DeSinge auszuliefern. Doch kaum zurück auf auf der windigen Insel, wandert Guybrush erst einmal vor Gericht, denn die aufgebrachten Anwohner wollen seinen Kopf sehen. Ihm droht nichts Geringeres als die Todesstrafe, da er sich vier Vergehen schuldig gemacht hatte. Und dabei wollte er doch die Karibik erst einmal von den Voodoo-Pocken befreien. Nichtsdestotrotz muss sich Guybrush ranhalten. Denn die Todesstrafe steht nicht auf alle vier seiner Taten zusammen, sondern bereits auf jede einzelne. So muss man jeden der Fälle separat lösen und damit seine Unschuld beweisen. Doch das stellt sich als nicht ganz so leicht heraus. Ankläger ist nämlich Stan, der sich nach Schiffen, Särgen, Versicherungen und diversen Time-Sharing-Geschäften nun anscheinend der Anwaltskammer angenommen hat.
Schuldig oder nicht schuldig?
Episode vier nimmt sich vom Schwierigkeitsgrad leider nicht allzu viel heraus und besticht zwar mit allerhand hübscher Ideen, doch letztlich täuscht das nicht über den viel zu leichten Grübel-Level hinweg. Sehr gut gefallen hat uns vor allem optisch die gut gelungene, nächtliche Beleuchtung Floatsam Islands und die Tatsache, dass das unveränderliche Muster Stans ebenfalls in die dritte Dimension gezerrt wurde. Des Weiteren dürfte es sich bei dieser Folge um die wohl längste überhaupt handeln. Fazit: Das Recycling lässt sich in der Tat verschmerzen, zumal ‚Telltale Games‘ deutlich versucht hat, aus den bekannten Locations mehr heraus zu kitzeln. Obendrein ist diese Episode ein Muss aufgrund des wirklich überaschenden Finales ...

[ 15.04.2010 ]

Episode V : Rise of the Pirate God
Da ist es also, das Finale der ersten ‚Tales of Monkey Island‘-Staffel. Wenig überraschend stellte sich in der vierten Folge heraus, dass man einen gefürchteten Piraten wie LeChuck einfach nicht verändern kann. Das musste Guybrush letztlich mit seinem Leben bezahlen und erwacht nun im Reich der Toten, will sich aber selbstredend mit seinem Ableben einfach nicht abfinden. Zurecht, denn er hat noch eine Aufgabe: LeChuck terrorisiert nämlich derweil die Karibik in einem vorher nicht bekannten Maße. Glücklicherweise hat Guybrush noch einen letzten Rest Leben in seiner Tasche, mitdessen Hilfe er es wohl schaffen könnte, das Reich der Toten wieder zu verlassen, bis es letztlich erneut zum großen Duell kommt.
Schwächelndes Finale
Mag die Totenwelt auch eine wirklich interessante Idee sein, doch die Episode ist – zumindest in unseren Augen – deutlich die Schwächste. Vor allem die recht wenigen Locations der Totenwelt fallen negativ auf. Später kann man zwar durch Portale in die Welt der Lebenden reisen, doch auch das hält sich in Grenzen. Besonders nervig empfanden wir das ständige Hin und Her, das hier beinahe ad absurdum geführt wird. Und das Finale ist leider nicht allzu gut geworden und bietet Adventure-Veteranen deutlich zu viel Bekanntes, wenn auch in neuem Gewand.

[ 15.04.2010 ]
Fazit:
Trotz eines recht schwachen Ausgangs ist die erste Staffel äußerst gelungen. Wenn auch hier und da etwas zu oft auf die Klassiker zurückgegriffen wurde. Anfangs hat uns das zwar sehr gefallen, doch im Laufe der Zeit nutzt sich selbst nostalgischer Scharm ein wenig ab. Obendrein ist an den Machern die Piraten-Film-Trilogie ‚Pirates of the Caribbean‘ sichtlich nicht ohne Spuren vorrübergegangen. Aber das ist alles im Kern verschmerzbar. ‚Tales of Monkey Island‘ ist nämlich wirklich eine klare Empfehlung und wir hoffen, dass sich auch baldigst ein deutscher Vertreiber dem Werk annimmt und mit den originalen, deutschen Sprechern in unsere karibischen Gefilde holt!

Kommentare

Tom G.: Super Review! Monkey Island, das du bist im Adventurehimmel, sei geprießen!
(11.07.2009, 00:46 Uhr)

Fermin-Tenava: Ich habe leider nur die Demo gespielt, weil ich diesem Internetdownload nicht so ganz traue. Aber dort zumindest konnte man den Charakter auch mit der Maus steuern - wenn auch umständlich: die Maustaste gedrückt halten und durch die Gegend ziehen, dann taucht vor Guybrush ein Richt-O-Meter auf, mit dem man seine Laufrichtung herumschwenken kann. Geht mit der Tastatur sehr viel besser - auch für Mausfetischisten.
(11.07.2009, 10:50 Uhr)

Todesreiter: Ja das ist ein kleiner Fehler im Review... man kann Guybrush sehr wohl allein mit der Maus steuern, wenn auch nicht per klassischem Point`n Click! Vielmehr muss die linke Maustaste gedrückt gehalten werden und Guybrush die Richtung gewiesen werden, in die er Laufen soll. Nimmt man die recht Maustaste dazu, legt er nen Spurt ein. Nach ner gewissen Eingewöhnungsphase komm ich da inzwischen sehr gut mit klar, wobei ich natürlich dennoch P&C bevorzugen würde. Ansonsten... klasse Review und klasse Spiel ;-)

[Anmerkung des Webmasters: Diesen dummen Fehler habe ich mittlerweile im Review ausgebessert.]
(11.07.2009, 14:57 Uhr)

Tom G.: Geht auch anders mit dem schnell Laufen: Doppelklick!
(11.07.2009, 15:11 Uhr)

Richard: Ahoi und Dank für das fluffige Review!
Ich setze heute noch Segel ;]
(11.07.2009, 17:42 Uhr)

Richard: So, ich habe das Spiel durch. Amüsanz und Albernheit [mehr in der Machart der "Sam und Max"-Episoden als angelehnt an MI] hielten sich in Waage, die Rätsel waren ziemlich leicht bis nervig [die "Dschungelspaziergänge" scheinen mir etwas zu sehr von "Baphomets Fluch II" und "The Longest Journey" geräubert zu sein], die Graphik ist ein "okayer" Mischmasch aus dem dritten und dem vierten MI-Teil.
Warum man unbedingt die immer (!) steril wirkende 3D- der doch sehr detaillierten Comic-Graphik vorzog, werde ich nie verstehen.
Vermisst habe ich - natürlich! - die gute alte P&C-Steuerung. Die Musik ist nicht immer un-nervig und die Sprecher - vor allem der Exil-Franzose und die Voodoo-Lady - sind nicht durch die Bank weg überzeugend. Komplett daneben ist das umständliche Interface bzw. die fehlenden Interaktionsmöglichkeiten.
(11.07.2009, 23:42 Uhr)

j.o: Hallo. Klingt wirklich gut. Aber weiss jemand, wann es fÜr wii ware erscheinen wird ?
(14.07.2009, 14:36 Uhr)

Tom G.: Sorry, mein Konsolen kenn ich mich nun eher nicht aus ;D
(27.07.2009, 02:08 Uhr)

Vykk: Moin!
ich wollte mal fragen, ob es auch tales of monkey island auf deutsch gibt oder ob es geplant ist. für die wii gibt es auch nur die englische version zum downloaden...
(25.08.2009, 02:09 Uhr)

BruderLeichtfuß: Hallo, habe die erste Episode jetzt als Gratis-Version durchgespielt und muss sagen: es war ein Erlebnis!!
Ja, es ist eine halbe Tastatursteuerung - na und?
Ja, es ist 3D, aber das ist an sich nicht falsch!
Und ja, es gibt mit Marquis de Singe einen eher seltsamen Schurken... aber wer Jar Jar Binks mochte (und mal ehrlich, wer tut das nicht? :)) wird sich auch an ihn gewöhnen.
Aber irgendwie war das Spiel bei mir teilweise dunkel bis zur Unspielbarkeit. Karten und Menüs waren sogar ein einziges Schwarz, weshalb ich dazu auf Screenshots aus dem Internet zurückgreifen musste. Kann jemand sagen, was das bewirkt?
(26.09.2009, 22:58 Uhr)

Tom G.: Monkey Island hat vorweg einen guten Ruf. Aber ohne diesen ist TMI wirklich ein langwieriges Abenteuer. Es ist unvergleichbar mit den Klassikern, wobei allgemein der Charme der Klassiker in modernen Spielen nicht mehr zu spüren ist.
Habe vor Episode3 The Whispered World gespielt, hat richtig Spaß gemacht - und dann sowas. Da hab ich mich extra durchgeqäult über die Nacht, damit ich das nächste Adventure starten konnte ;)

Monkey Island in allen Ehren (ich selbst bete MI förmlichst an :)), aber das war wohl ein Griff ins Klo, Telltale!
(22.10.2009, 00:42 Uhr)

Tom G.: Telltale hat fast alles richtig gemacht und das spiel ist nicht ohne grund ein voller Erfolg!!! Weiter so ... Ich kann das Finale kaum abwarten ;-)

und danach kann gerne Season 2 kommen!
(05.12.2009, 11:44 Uhr)

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