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Hersteller: LucasArts
Vertrieb: Electronic Arts
Steuerung: Tastatur & Maus
Systemanforderungen: Win 98/2000/ME/XP / Pentium III 733 MHz / 128 MB RAM / 3D-Grafikkarte 32 MB RAM / ca. 1,8 GB Festplatte
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Offizielle Webseite: -
Seit dem George Lucas und Steven Spielberg einen Archäologie-Professor erdachten, der fantastische Abenteuer erlebt, ist der Name Indiana Jones gleichbedeutend mit Abenteuer geworden und einfach nicht mehr wegzudenken. Nach mehr oder minder mittelprächtigen Erstlingsspielen hatte dieser schon zwei reine Point-and-Click-Adventure-Pfade zu meistern, bis 1999 die erste reine 3D-Action-Umsetzung folgte, die aber gerade in Deutschland mehr schlecht als recht verkauft wurde. Nun stürzt sich unser Professor in sein nächstes 3D-Abenteuer, das vieles besser machen soll als der Vorgänger. Für die Umsetzung wurde ein neues Team an die Seite der Mannen um 'LucasArts' herangezogen: 'The Collective'. Diese, noch junge Schmiede, brachte aber viel Erfahrung in Sachen 3D mit, welche in das Spiel einfloss.

Indy kommt gerade von einer Reise aus Ceylon zurück, auf dieser er ein Artefakt entdeckt hat, dass er schnurrstraks im heimischen Barnett College untersuchen möchte. Bis plötzlich zwei asiatische Gestalten vor ihm stehen: General Kai und seine bezaubernde Assistentin Mei Ying. Letztere zerbricht die gerade von Indy aus Ceylon gefundene Errungenschaft, worauf ein seltsames Artefakt zum Vorschein kommt. General Kai erklärt, dass dieses Stück eines von drei Teilen für einen sagenumwobenen Spiegel ist, der das "Herz des Draches" genannt wird. Mit Hilfe dessen wäre es möglich, reihenweise Menschen zu unterwerfen und ihnen den Willen des Trägers aufzuzwingen. Was Indys Aufgabe ist wird daher schnell klar: Für General Kai die letzten beiden Teile finden, damit sie nicht in die falschen Hände geraten. Doch sind sie dann eigentlich wirklich in den "richtigen Händen"? Indy-typisch beginnt eine Reise rund um den Erdball.
Schnell merkt man, dass sich seit 'Indiana Jones und der Turm von Babel' sehr viel getan hat und so hat die Grafik deutlich zugelegt, die besonders in höheren Auflösungen zur Geltung kommt. Mit Hilfe der genutzten 3D-Engine sind wirklich schöne Effekte gelungen, die gefallen können. Ein großer Unterschied ist auch in den Animationen unseres Helden zu erkennen. Wirkte Indy in seinem ersten 3D-Debüt noch schwerfällig und teils schon übertrieben langsam, so sind nun endlich schnelle Bewegungen und das Kombinieren mehrerer Aktionen möglich. So wurde auch das Kampfsystem stark erweitert, wenn man hier eigentlich noch von "erweitert" sprechen kann, da Indy auf seiner Reise zum Turm von Babel eher lächerliche Boxkämpfe hinlegte. In der "Gruft des Kaisers" kann man all das aber endlich vergessen und Indy kann auch ohne Schusswaffe glänzen. Tatsächlich wurde das Kampfsystem so stark erweitert, dass die Kämpfe wirklich interessant und vielseitig ausfallen - wenn vielleicht an mancher Stelle etwas übertrieben. So kann es durchaus passieren, dass man an alte Bud-Spencer- und Terence-Hill-Zeiten erinnert wird. Da wird geprügelt, was das Zeug hält. Aber, egal ob teils übertrieben oder nicht: Die Kämpfe machen Spaß ohne Ende und vielseitig sind die obendrein auch noch. So schlagen und treten die Kontrahenten anders, je nachdem welcher Nationalität sie angehören. Alles ist dabei vertreten, vom deutschen Schwitzkasten bis zu Kung-Fu-Einlagen. Egal welche Kampftechnik angewandt wird, es fliegen buchstäblich die Fetzen: Ein harter Schlag oder Tritt, schon fliegen die Gegner auf umherstehende Gegenstände, die nach dem Aufprall ordentlich zerbersten. Doch, auch ein kaputter Tisch oder Stuhl hat durchaus Positives, das Stuhl- bzw. Tischbein zum Beispiel. Mit dem kann man sich noch schlagkräftiger zur Wehr setzen, was jedoch auch die Gegner wissen... Insgesamt reicht das Repertoire der Waffen zum einen über konventionelle Schussgeräte bis zu allem, was gerade in der Gegend herum liegt.

Doch, neben aller Action kommt auch die Story nicht zu kurz. Die wird nämlich fortan in schicken Ingame-Movies weitererzählt und es gibt viel mehr Sprachausgabe als seinerzeit noch in 'Indy 5'. Gerade die deutschen Fans können sich natürlich auf die original deutsche Synchronstimme Harisson Fords freuen, was das Indy-Feeling in ungeahnte Dimensionen katapultiert. Auch die Rätsel sind endlich von dem einfachen Schema des Vorgängers entfernt und bieten nun auch mehr Abwechslung und einen höheren Schwierigkeitsgrad. So spürt man während des Spielens sehr deutlich, dass man versucht hat, die Rätsel und die Action in eine gewisse Balance zu bekommen, was - zugegeben - wirklich gut funktioniert hat. Eingebaut wurde ebenfalls, dass die Suche nach irgendwelche Vorsprüngen oder benutzbare Gegenstände auch der Vergangenheit angehören. So erscheint immer ein grünes Symbol am oberen, rechten Rand, dass uns weist, ob wir hier die Peitsche benutzen sollen oder einfach nur etwas benutzen können.

Besonderes Schmankerl ist aber auch der Sound und die Musik. 'Indiana Jones VI' ist der erste Teil der gesamten Indy-Reihe, in welchem kein Keyboard Anwendung fand. Stattdessen gibt es extrem hörenswerte Musikstücke in John-Williams-Qualität, d.h. es kam echtes Orchester zum Einsatz und das nicht zu knapp. Die Musikstücke - abgesehen vom Indy-Thema - stammen zwar nicht aus der musikalischen Muse von John Williams, sondern Clint Bajakian, doch ist nur selten ein Unterschied zu hören. Schade ist nur bei dieser musikalischen Präsentation, dass die Komprimierungsrate in Mp3 noch etwas zu hoch ausgefallen ist.
Nebst all' den vielen Lobsagungen gibt es jedoch auch etwas Kritik von uns. So fehlt in dem Spiel gänzlich eine Speicherfunktion. Statt dessen wurden die Level in mehrere Abschnitte unterteilt und eine automatische Speicherung folgt dann nach dem Bestehen dieser. Nachteil ist hierbei natürlich, dass teils größere Bereiche zu meistern sind und beim Ableben Indys der gesamte Abschnitt erneut gespielt werden muss. Besonders ärgerlich vor allem dann, wenn kurz vor dem Ende noch ein fieser Sprungabschnitt kommt, bei dem das Timing eine große Rolle spielt. Es kann sich dann schon Frust bilden, wenn man wegen diesem einen ganzen Abschnitt erneut spielen muss. Dennoch sind die meisten Levels nach einiger Übung schaffbar und zumeist auch nicht allzu lang geraten.

Ein weiteres Manko ist auch die Steuerung. Die ist zwar schnell erlernt, doch sobald unser Held in's Kühle nass springt, sieht's erst einmal nicht mehr so gut für ihn aus. Unter Wasser wurde die Steuerung so verdreht, dass sie teils sehr verwirrend sein kann. Überirdisch funktioniert jedoch die Teamarbeit von Maus und Tastatur im Grunde tadellos. Die Tasten W,S,A und D sind dabei für die Bewegungsrichtungen eingeteilt und die Maus bekommt die Aufgabe der Positionierung der Kamera.

Nebst der fehlenden Speicherfunktion, die sich sicherlich viele User gewünscht hätten, stellt der sechste Indy-Teil seinen Vorgänger vollkommen in den Schatten und bietet Action und Spaß der Extraklasse, bei welchem man schnell vergessen kann, dass es sich nur ein Spiel handelt. Die dichte Story, die tolle Atmosphäre, Indys deutsche Stimme, der geniale Soundtrack... Indy-Feeling pur! Mag es auch der Werbesprung des fünften Teiles sein, so trifft er doch viel besser auf die Fortsetzung 'Indiana Jones und die Gruft des Kaisers': "Pure Adventure, pure Action, pure Indy".

Kommentare

U.Hesse: Also, nach Indy V hab ich mir das hier gar nicht genauer angesehen... Sind die "echten" Adventures wirklich tot? Nein, andere Hersteller beweisen das Gegenteil.
Ich hoffe, LucasArts spricht in Zukunft auch wieder Adventure-Spieler an und nicht nur Lara Croft-Fans!
(12.02.2004, 17:54 Uhr)

Maximilian R.: Also ich find die Idee gut, hab aber von anderen gehört, dass die Steuerung mies ist. Und wenn man da mal abstürzt, kann man das Ganze von vorn beginnen.
(05.05.2004, 13:29 Uhr)

Hans Klöpfel: Viele Leute meckern ja über diese Spiele, weil sie die alten Rätselspiele wie Monkey Island vermissen. Ich sehe das anders. Ich denke, LucasArts macht mit sowas etwas Abewechslung als immer nur Rätseln. Aber ich habe auch etwas zu meckern: An manchen Stellen ist mir das Spiel zu gewalttätig, wie zum Beispiel Nazis abballern mit der MP. Bin nicht so ein Fan von Mord und Totschlag! Ansonsten gefällt mir das Spiel sher gut.
(28.01.2005, 19:41 Uhr)

Sven: Ich finde das Spiel (als Adventurefan) auch gut.
(30.01.2005, 20:34 Uhr)

Steffen M.: Ich habe Indy 5 gespielt, und als Action-Spile hat es mir spannende Abende vor dem PC eingebracht. Es brachte mir vor allem großen Spaß, das dachte ich mir dann auch bei Indy 6! Aber als ich es dann in die Finger bekam wurde ich herbe enttäuscht! Die veränderte und in meinen Augen schlecht Steuerung gegenüber dem Vorgänger und überhaupt veranlasste mich das SPiel innerhalb kürzester Zeit beiseite zu legen!
(08.02.2005, 22:50 Uhr)

Sven: @Hans Klöpfel
Wenn es dir zu hart ist dann stell die Gegner ab!
(15.02.2005, 21:58 Uhr)

KingRaimund: wo sind nur die guten alten Indy-Adventures geblieben? Indy VI war ja echt grottig.....
(26.04.2005, 21:42 Uhr)

Fritschbuzzer: Mein Lieblingsspiel war immer noch "Fate of Atlantis" eine GEILE Story!!!!
(03.08.2005, 13:52 Uhr)

Markus: Ich fand das Spiel sehr gut.
(18.08.2005, 20:16 Uhr)

Achim: Das spiel hat mit lara croft gar nicht soo viel zu tun! Für ein Action-Adventure ist es wirklich super-spaßig! Von mir gibts zu diesem Spiel echt ne Empfehlung!
(21.08.2005, 19:24 Uhr)

P3dR0 - Ex-LucasArts Fan: Achachach, mag ja sein daß LucasArts da n schönes Spiel produziert hat. Aber vergichen mit den alten Indyadventures kommt es inhaltlich überhaupt nicht an. Es steht mal wieder zu sehr die Grafik im Mittelpunkt. Meiner Meinung nach sollte LucasArts sich lieber ransetzen und Indy7 als klassisches Adventure rausbringen (von mir aus auch in 3D). Das wär was wofür ich auch gerne Geld ausgeben würde.
(17.02.2006, 06:58 Uhr)

Anonymous: Ich kann auf meinem Computer gar nicht so gute Spiele spielen ( Monkey Island 4 klappt gerade mal soeben), deswegen finde ich die alten Spiele in 2D richtig Klasse. Ich habe sie mehrmals komplett durchgespielt. Und wie wäre es, wenn ich Teil 5&6 mal auf 'ner Konsole zocken könnte?
(18.02.2006, 11:58 Uhr)

Anubiscorpion: Einige verpeilen hier immer noch etwas.
Hat keinen Sinn darüber zu nörglen,daß es ja nicht so toll ist,wie ein klassisches Adventure,denn es ist ja auch keines.
Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen,für ein Action Adventure ist es mehr als gelungen und steckt Lara Croft locker in die Tasche,denn da war nur der erste Teil der Reihe interessant.Die Teile danach waren immer wieder nur Neu-Aufgüsse.Das Indy Game hier hat sich, im Vergleich zum Vorgänger der Reihe, deutlich verbessert.Klassische Adventurekost ist heutzutage nun mal rar und von Lucasarts wird da,meiner Meinung nach,auch nicht mehr viel kommen.Wer noch Lust auf solche Games hat sollte lieber Ausschau nach Games ala Baphomets Fluch etc. halten.
@Anonymous:
Dieses Indy Game gibt es für die PS2,habe es auch da gezockt,hat fast genau so viel Spaß gemacht,allerdings ist es auf der PS2 grafisch nicht ganz so anspruchsvoll,wie auf einem guten PC und die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig.
(07.03.2006, 04:19 Uhr)

Anubiscorpion: Zum Thema Steuerung:Mit 'nem Gamepad spielt es sich wunderbar.Würde so n Game nie mit Maus und Tastatur zocken!
(10.03.2006, 16:15 Uhr)

T. Harzog: Für mich ist "Die Legende der Kaisergruft" der schlechteste Teil der Reihe. Unter dem ganzen Gekloppe und Geballere geht die Story irgendwie total unter.
(29.12.2006, 23:06 Uhr)

Indy Fan: Also ich finde das Spiel ist das beste Indy Spiel. Gut über die miese Steuerung und die bescheuerte Speicherart kann man sich streiten.Und wegen den nicht so anspruchsvollen Rätseln, wenn man die Filme schaut dann merkt man das sich Indy mehr mit seinen Feinden klopft als irgendwelche komplizierten Rätsel löst (was natürlich auch vorkommt). Gerade wegen dem Gekloppe wirkt das Spiel wie ein Indy Film.
(14.07.2007, 23:01 Uhr)

Felix: Hallo,
mein spiel beendet sich bei level vier in Indiana Jones und der Turm von Babel immer wenn
ich am anfang auf die Leiter gehe und wenn ich dann oben bin und dann durch den Torbogen gehen will wird der Hintergrund schwarz und dann heißt es Indy3D.exe hat ein Proplem festgestelt und muste beendet werden kann mir da irgendwie geholfen werden?
(04.09.2007, 20:42 Uhr)

Der Kobold: Also ich fand Der Turm von Babel irgendwie besser.Von der Steuerung her und vom Speichern her.Ok das hier hat bessere Grafik, aber was bringt mir das wenn ich gefühlte 100 Kletterpassagen nocheinmal machen muss, nur weil mich das Krokodil am Ende des Levels nicht mochte=).Aber egal trotzdem ein gutes Spiel !!
(08.01.2008, 22:31 Uhr)

jan-lukas: ich fande den turm zu babel auch nicht schlecht vorallem dass man immer zwischendurch speichern konte war genial weil man nicht alles noch mal machen musste
(18.01.2008, 06:52 Uhr)

George Stobbardd: Ich fand das Game eigentlich ganz gut (bin aber auch ein totaler Fan von Indy , ich würde so ziemlich alles mit ihm gut finden^^). Die story ist auch toll in die Filmreie eingebunden , trotzdem ist der Turm von Babel viel besser.Der größte Kritikpunkt des Spiels ist die fehlende Speicherfunktion , auch die Steuerung ist misst. Aber ansonsten hab ich bei dem Game echt nix zu meckern.
(30.06.2008, 21:51 Uhr)

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Script by Alex