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Hersteller: Airtight Games
Vertrieb: Square Enix
Steuerung: Maus+Tastatur / Gamepad
Systemanforderungen: Win Vista(Plattform-Update für Windows Vista)/7/8/10 / High-Performance Dual Core CPU oder Quad Core CPU / 2 GB RAM / AMD Radeon™ HD 3870 512 MB RAM / Nvidia GeForce 8800GT / ca. 9,2 GB Festplatte
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Offizielle Webseite: www.murdered.com
Deutsch: Komplett
Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie es wohl wäre, seiner eigenen Beerdigung beizuwohnen? Je nach Glauben gibt es jedenfalls unzählige Theorien, wie es nach dem Ableben wohl weitergehen könnte. Was jedoch wirklich passiert, wird jeder von uns zwangsweise letztlich irgendwann selbst erfahren. Ob es danach weitergeht - spätestens dann bekommen wir die Antwort. Im Adventure 'Murdered: Soul Suspect' des amerikanischen Entwicklers 'Airtight Games' hat unser Protagonist jedenfalls seine ganz eigenen Erfahrungen mit dem Jenseits machen müssen.

Der junge Kriminalbeamte Ronan O'Connor hat gerade erst sein Leben wieder auf die Reihe bekommen. Als Kleinkrimineller trieb er in seiner Jugend allerhand Illegales, dem erst seine große Liebe ein Ende setzen konnte. Nachdem die beiden geheiratet hatten und Ronan gar die Seiten wechselte und nun als Police-Detektive seine Brötchen ehrlich verdient, sollte er leider erfahren müssen, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Seine mittlerweile Ehefrau Julia fiel nämlich einem Gewaltakt zum Opfer und verstarb noch an Ort und Stelle. Wieder allein im Leben wich der Gesetzeshüter dennoch nicht von seinen neuen Idealen ab und ermittelt derweil in dem einen Fall, der momentan die ganze Kleinstadt Salem, im US-Bundesstaat Massachusetts, in Angst und Schrecken versetzt: Ein Serienmörder treibt sein Unwesen und bringt junge Frauenzimmer mit mittelalterlichen Ritualen zur Strecke. Da er ausschließlich ein mysteriöses Symbol in Form einer Glocke zurücklässt, gaben ihm die Medien letztlich den passenden Namen "Glockenmörder". Doch mehr weiß einfach niemand über den Killer. Was sind seine Beweggründe? Wieso tötet er all diese jungen Mädchen auf so eine barbarische und mittelalterliche Weise?
Ronan scheint bislang der Einzige, der wahrlich heiße Spuren verfolgt und dem Meuchelmörder in einer heruntergekommenen Wohnung erstmals in Persona gegenübersteht. Doch es soll nicht soweit kommen, dass er dies weitererzählen könne. Der vermummte Killer macht nämlich kurzen Prozess mit dem Gesetzeshüter und schleudert ihn nach einem Kampf aus dem obersten Stock des Gebäudes. Unten aufgeschlagen kann Ronan kaum glauben, das überlebt zu haben. Doch das hat er nicht: Als er sich umdreht, sieht er plötzlich seinen angeschlagenen, noch atmenden Körper auf der kalten Straße. Seine Versuche, sich selbst wiederzubeleben scheitern allerdings, als er mit ansehen muss, wie der Glockenmörder seine zu Boden gefallene Waffe auf ihn richtet und Ronan seiner eigenen Hinrichtung beiwohnen muss. Doch das scheint nicht das Ende zu sein. Anstatt zu einem anderen Ort überzugehen oder gar einfach im Nichts zu verschwinden, trifft er seine geliebte Julia wieder, die ihm rät, alle unerledigten Dinge irgendwie abzuschließen. Denn nur so kann er auf ihre Seite hinüberwechseln, um wieder mit ihr zusammen sein zu können. Somit hat Ronan den nötigen Ansporn, nicht nur seinen eigenen Tod aufzuklären, sondern auch den Glockenmörder endlich zur Strecke zu bringen. Doch da ist ein Haken: Als Geist kann der Cop praktisch nicht viel ausrichten. Dennoch startet er seine Ermittlungen, auf denen er bald die junge Joy trifft, bei der er seinen Augen und Ohren nicht trauen kann: Das Medium kann ihn nämlich sehen, hat allerdings so ihre eigenen Probleme und auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter. Mit der Garantie erst sie zu finden, gehen beide ein Zweckbündnis ein, merken jedoch schnell, dass die Spuren zufälligerweise in direktem Zusammenhang mit der Suche nach dem Glockenmörder stehen.
Überall Unerledigtes
Ronan muss bald feststellen, dass er bei weitem nicht der Einzige ist, der in dieser Art Zwischenwelt festhängt: Überall in der Kleinstadt Salem finden sich geisterhafte Erscheinungen, die oft nicht wissen, wie ihnen geschehen ist. So findet er eine junge Frau am Strand, deren Schicksal wir aufklären müssen. Diese rein optionalen Nebentätigkeiten lassen uns dann für kurze Zeit in einen neuen Fall eintauchen, der allerdings so schnell gelöst ist, wie er gefunden wurde und letztlich exakt den gleichen Mechanismus bietet, wie er im Hauptstrang der Story stets am Werkeln ist: Wir grasen also in einem begrenzten Gebiet alle Hinweise ab, die für den Fall relevant sind. Dabei lässt uns das Adventure allerdings niemals im Dunkeln tappen. Diverse Bildschirmanzeigen geben nicht nur Auskunft darüber, wie viele fallrelevante Anhaltspunkte es noch zu finden gibt, sondern auch über den Bereich, in dem wir diese finden können. Sind alle im Gepäck, werfen wir unsere investigativen Fähigkeiten an, mit denen wir in einer Multiple-Choice-Auswahl die verschiedenen Fakten logisch verknüpfen müssen und so den Fall letztlich lösen. Allerdings klingt das weit anspruchsvoller als es letztlich ist. Viele Lösungen liegen auf der Hand und sollten einen gestandenen Abenteurer nicht unbedingt vor große Hürden stellen. Doch leichter Schwierigkeitsgrad hin oder her: Es macht schlicht Spaß, neben dem Hauptstrang auch die optionalen Fälle zu lösen und ein wenig mehr über deren Hintergründe zu erfahren.
Story-Fokus
Leider bleiben sämtliche spielrelevanten Figuren, allen voran Ronan und Joy, im gesamten Spielverlauf ziemlich blass und erfahren keinerlei nennenswerte Entwicklung. Die Geschichte ist zu jederzeit die treibende Kraft des Adventures. Das muss allerdings keinesfalls als Kritik verstanden werden. Im Gegenteil: Der starke Handlungsfokus lässt nämlich kaum Zeit für etwaige Längen in der eigentlichen Erzählung. Stets weiß man, was als Nächstes zu tun ist, alles läuft beinahe wie von selbst. Ein längeres Steckenbleiben oder gar eine Sackgasse wird man niemals vorfinden. Freunde einer derart straffen Erzählweise kommen voll auf ihre Kosten. Wir fanden es jedenfalls äußerst angenehm, dass sich Entwickler 'Airtight Games' nicht dazu hinreißen ließ, Zwangspausen einzubauen, um die Spielzeit unnötig zu strecken. Das hat aber eben auch den Nachteil, dass nach nur etwa sieben Stunden bereits der Abspann über den Monitor flimmert. Diesen Punkt kann man daher sehen wie man möchte: Die einen hätten lieber mehr Spielzeit, die anderen mögen eine stringente Erzählweise.
Sammelbare Hintergrundgeschichten
Wer aber trotzdem gern mehr über die einzelnen Charaktere erfahren möchte, dem bietet sich die Gelegenheit, Utensilien, die überall und zuhauf in der Welt herumliegen, aufzunehmen. Mit denen werden dann jeweils kleine Infohappen freigeschaltet, welche beispielsweise Ronans Hintergrundgeschichte beleuchten oder in die Gedanken seiner verstorbenen Ehefrau Julia eintauchen. Außerdem gibt's derartiges Hintergrundwissen auch zu Joy, ihrer Mutter oder zur Geschichte der Stadt Salem selbst, wo die Handlung des Adventures stattfindet. Besonders gelungen empfanden wir, dass in jeder Location auch ganz bestimmte Hinweise gefunden werden können, die eine Art Kurz-Geschichte freischalten, die dann wie einem Hörspiel vorgetragen wird. Aufgrund der superben deutschen Vertonung wirkt das derart gelungen, dass wir uns mehr davon gewünscht hätten. Leider jedoch ist das Auffinden der Hinweise, um eben diese kleinen Stories freizuschalten, nicht unbedingt interessant. So irrt man herum und sucht die einzelnen Orte äußerst akribisch ab. Am Schlimmsten ist dies, wenn man alle Puzzleteile bis auf eines gefunden hat und einfach kein weiteres mehr findet. Letztendlich ist diese Sucherei aber dann doch nicht so unermesslich zeitfressend, wie es vielleicht klingen mag. Wir haben 'Murdered: Soul Suspect' jedenfalls in knapp acht Stunden durchgespielt und fast alles gefunden. So gesehen hat uns das Abgrasen der Locations nicht mehr als eine zusätzliche Stunde gekostet.
Dämonen machen noch kein Action-Adventure!
Obgleich wir bereits erwähnten, dass wir es toll finden, dass sich die Entwickler nicht dazu hinreißen ließen, sinnlose Streckungen einzubauen, schwimmt da dennoch ein kleines Haar in der Suppe. Durch die Dämonen ist nämlich das einzige Element vorhanden, dem man eben diesen Zweck nachsagen könnte. Diese pflastern sporadisch den Weg auf der Suche nach dem Glockenmörder und können in der Tat für das finale Ableben von Ronan sorgen. Dann startet man direkt wieder am letzten Kontrollpunkt und muss es entsprechend erneut versuchen. Allerdings lassen sich die Viecher recht einfach ablenken, von hinten angreifen und dann per Tastenkombination ins Nirwana befördern. Da sich die Dämonenbrut auf immer denselben Bahnen bewegen, sollte das keinerlei wirkliche Herausforderung darstellen. Wenn das Anschleichen oder Umschleichen (das geht auch) jedoch misslingt oder Ronan in ihr Blickfällt gerät, bleibt nur noch die Flucht in andere Personen oder geisterhafte Schemen, die sich überall finden. Läuft das ebenfalls schief, findet man sich am letzten Kontrollpunkt wieder und etwaig bereits erledigte Dämonen erfreuen sich neuer Gesundheit. Zusammengefasst lässt sich jedenfalls sagen, dass die Höllenviecher schon ziemlich aufgesetzt und deplatziert wirken. Gerüchten zufolge seien diese nur Bestandteil, damit der Titel als "Action-Adventure" vermarktet werden könne, denn als reines Adventure. Damit wollte man angeblich eine größere Käuferschicht ansprechen. Die Dämonen sind letztendlich aber weder Fisch noch Fleisch: Für Action-Adventure-Freunde schlicht kaum Herausforderung und für reine Adventure-Spieler ein Störfaktor. Wir freuten uns indes, dass diese Höllenbrut nur sehr sporadisch auftaucht und den Erzählfluss nur unwesentlich beeinflusst.
Die Gaben eines Toten
Ronan mag ein Geist sein, doch wurden ihm spielintern ein paar Hürden in den Weg gelegt, damit er nicht gar übermächtig wird. So kann der Detektive Häuser nur betreten, wenn ein Lebender ein Fenster oder eine Tür geöffnet hat. Da sämtliche Gebäude gesegnet sind - was im geschichtlichen Kontext der Stadt Salem durchaus Sinn ergibt - können Geister hier nämlich nicht einfach durch die Wand in das Innere gelangen. Die zahlreichen Passanden und Katzen, die auf den Straßen unterwegs sind, können derweil einfach übernommen werden. Während sich Katzen dann sogar steuern lassen, bieten sich bei den menschlichen Probanden die Möglichkeiten ihre Gedanken zu belauschen, ihnen bestimmte Dinge vor Augen zu führen oder einfach durch deren Augen zu sehen. Diese Gaben bieten einen nicht uninteressanten Reiz, dessen Potential allerdings nie ausgeschöpft wird. Es ist zwar lustig zwei Menschen in ihrer Unterhaltung zu belauschen und dann in ihren Gedanken zu hören, was sie eigentlich wirklich denken, doch oft sind die imaginären Ergüsse der einzelnen Personen nicht mehr und nicht weniger als belangloses Beiwerk - zumindest abseits der Story.
Ein überschaubares, doch spannendes Adventure!
Mag die kurze Spielzeit von nur rund sieben Stunden (bzw. acht, wenn man sich auf die Jagd nach geschichtlichen Hintergründen begibt), die hohe Linearität und der praktisch nicht vorhandene Wiederspielwert sauer aufstoßen, finden wir das Adventure nichtsdestotrotz äußerst gelungen. Die Geschichte ist durchweg spannend erzählt und aufgrund des Fokus' auf die Handlung verliert man niemals das Ziel aus den Augen. Außerdem sind die Charaktere, allen voran Ronan und Joy, interessant und sympathisch, obgleich sie äußerst eindimensional bleiben - sie funktionieren eben: Ihre Reaktionen auf Ereignisse erscheinen logisch und ihre Motivationen geben nie Fragen auf. Umschlossen wird die Jagd nach dem Glockenmörder obendrein von einer vorzüglichen, audiovisuellen Präsentation. Grafisch gibt es nämlich nichts meckern, bis auf den Umstand, dass die Zwischensequenzen am PC mit nur 30 Bildern pro Sekunde wiedergegeben werden, während sich das eigentliche Spiel auch auf angestaubter Hardware butterweich in 60 Bildern pro Sekunde zeigt. Mit eingeschaltetem VSync wird übrigens das gesamte Geschehen auf die mikrigen 30 Bilder festgesetzt. Grafik-Puristen sollten diese Funktionalität jedenfalls ausschalten. Der Konsolenursprung lässt sich damit wohl kaum verleugnen, weshalb wir im Übrigen gleich noch dazu raten, direkt mit einem Gamepad auf Ermittlung zu gehen. Die Maus und Tastatur-Steuerung kann man nämlich maximal als solide bezeichnen, welche bei den Schleich-Attacken gegen die Dämonen gerne mal fummelig wird. Besonders gut gelungen ist indes die deutsche Vertonung. Sie zählt zu einer besten, die wir bislang hören durften und zeichnet sich vor allem durch sehr viele bekannte Stimmen aus, die im Spielesektor nicht unbedingt oft zu hören sind. 'Murdered: Soul Suspect' ist ein richtig gutes Adventure, das gekonnt erzählt und sich zu präsentieren weiß. Die Atmosphäre stimmt, die Charaktere sind sympathisch ... Was will man mehr?!

[ 04.03.2016 ]

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