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Hersteller: XXv Productions
Vertrieb: Flashpoint
Steuerung: Maus
Systemanforderungen: Win 98/2000/ME/XP / Pentium III 450 MHz / 128 MB RAM / ca. 1 GB Festplatte
USK: Freigegeben ab 6 Jahren
Offizielle Webseite: www.darkfallgames.com
Im Jahre 2003 erschien der erste Teil 'Dark Fall', welcher fast im Alleingang von Jonathan Boakes entwickelt wurde. Das Spiel bot nicht gerade spektakuläre Grafiken, sondern eher eine schlichte Präsentation. Dennoch fand das Adventure durchaus Käufer, denn die Story - rund um das Verschwinden einiger Leute aus einem Hotel - wusste zu gefallen. Auch 'Dark Fall II' bedient sich nicht vieler Menschen, die an der Produktion mitwirkten, denn Jonathan Boakes lieferte fast wieder ausschließlich das Spiel in fleißiger Heimarbeit.

Trewarthan 1912: Benjamin Parker wird von schlimmen Alpträumen heimgesucht. Der geschickte Kartograph wurde gerufen, um verschiedene Vermessungen vorzunehmen und eine Karte des kleinen Hafenstädtchens anzufertigen. Nicht weit entfernt existiert eine kleine Insel mit Namen Fetch Rock. Obwohl ein Leuchtturm dort errichtet wurde, verdeckt ein Schleier des Schweigens das Thema rund um diesen und seinen Standort. Dort sollen nämlich schon viele Menschen den Tod gefunden haben. Es scheint, als sei der Ort verhext. Als Parker sich dann inmitten einer nebligen Nacht selbst auf die Reise dorthin macht, beginnt er mit seinen Nachforschungen und macht eine mysteriöse Entdeckung nach der anderen. Kein Mensch ist weit und breit zu sehen, dennoch steht warmes Essen auf den Küchentisch und auf dem Herd brodelt der Kochtopf…

Zuviel soll hier noch nicht verraten werden, doch begibt man sich an der Seite von Benjamin Parker auf eine mehrstufige Reise durch die Zeit und erforscht Fetch Rock in vier verschiedenen Zeitepochen: angefangen in grauer Vergangenheit bis hin zur weit entfernen Zukunft. Die Story ist hierbei - wie auch schon beim Vorgänger - die treibende Kraft des Spieles und drängt immer mehr zum Weitermachen.
Story top, Grafik Flop!
Was bei 'Dark Fall II' über den Bildschirm flimmert ist weit entfernt von heutigen Standards. In der Ego-Perspektive steuert man Parker durch die Örtlichkeiten, selbst das erste 'Myst' aus dem Jahre 1993 konnte weit mehr überzeugen. Alles ist sehr schlicht gerendert und Animationen in den Locations treten nur sehr vereinzelt auf, können aber das sterile und langweilige Image nicht retten. Das Spiel ist auf dem Stand von vor über 10 Jahren stehen geblieben, daher klickt man sich auch Bild für Bild durch Fetch Rock, keine Spur von 360-Grad-Perspektiven und dergleichen, wie das heute schon fast zum inoffiziellen Standard geworden ist.
Sound & Musik
Musik sucht man fast ausschließlich vergebens und über ein paar Solo-Einlagen verschiedener Instrumente geht das Ganze leider nicht hinaus. Gepunktet werden kann erst wieder mit den Soundeffekten. Die sind annehmbar gemacht und bekräftigen das schwache grafische Ambiente mit einem Hauch Realismus. Recht gut haben uns diese beim Lesen der zahlreichen Bücher gefallen: Liest man beispielsweise etwas über geheimnisvolle Schritte, die der Schreiber in der Nacht gehört haben will, schallen diese plötzlich aus den Boxen und können in diesem Moment für Gänsehaut sorgen. Auch die Sprachausgabe konnte gefallen. Man hört diese zwar nur sehr selten - aufgrund einer sehr spärlichen Anzahl von Gesprächspartnern -, doch war sie dann ganz ordentlich und trägt zum Gruseln bei. Als wir beispielsweise eine dunkle Höhle betraten, schallte plötzlich ein gehauchtes "Hier drüben" aus den Boxen und man wollte am Liebsten einfach Kehrtmachen.
Unausgereifte Steuerung
Nicht immer wusste uns die Steuerung zu überzeugen. Mit einem Klick geht's zwar rasant weiter, doch nicht selten verloren wir kurzzeitig die Orientierung. Vor allem in schlecht ausgeleuchteten Locations weiß man manchmal nicht, wo man sich nun gerade direkt befindet. Auch ist oft nicht ersichtlich, wo sich genau Wege befinden, die wir passieren können.
Rätsel
Wirkliche Kopfzerbrecher gibt es im Grunde nicht. Das Spiel beschränkt sich oft auf das Finden von geheimen Kombinationen in Tagebüchern oder Geheimfächern, die dann an geeigneter Stelle nur noch zum Einsatz gebracht werden müssen. Hier und da werden die grauen Zellen zwar schon mal gefordert, doch im Großen und Ganzen handelt es sich hierbei um ein Adventure für Fortgeschrittene.
Quintessenz
Es ist schade, dass man nicht mehr Arbeit und Mitarbeiter in das Spiel eingebracht hat. Grafik und Musik sind völlig altbacken - Myst-IV-Spieler werden sich vorkommen wie auf einer Reise in die Steinzeit. Auch trifft man auf seiner Reise nur sehr wenige Personen. Wer sich aber dennoch auf das Spiel einlässt, bekommt eine interessante gruselige Story geboten, die durchaus die Fähigkeit hat, an den Bildschirm zu fesseln.

Kommentare

burchi: Ich finde es schade, das dieses Spiel hier so negativ besprochen wird. Mich hat es total in seinen Bann gezogen und ich zähle es zu meinen Lieblingsspielen.
Ich fand die Grafik durchaus ansprechend und kann mich auch ohne 360Grad-Drehung daran erfreuen. RIVEN hat auch keine 360Grad, und trotzdem ist es immer noch mein Lieblingsspiel aus der Myst-Reihe.
Die Rätsel in Dark Fall sind wirklich nicht schwer zu lösen, aber dass muss doch auch nicht unbedingt sein, oder? So hat man eher mal ein Erfolgserlebnis, und muss nicht dauernd irgendwo in die Lösung schauen. Und Musik? Warum muss denn nun unbedingt in jedem Adventure Hintergrundmusik sein? Ich fand die Atmosphäre des Spiels auch ohne viel Musik sehr gelungen. Ab und zu lief mir sogar ein wohliger Schauer über den Rücken. Wenn man in einen dunklen Raum kommt, und einem plötzlich ein irres Gelächter entgegen schallt, oder das oben erwähnte "hier drüben..." - da hat man sich wirklich Mühe gegeben, beim Spieler eine Gänsehaut zu erzeugen.
Ich kann dieses Spiel jedenfalls nur wärmstens empfehlen!

[Anm. des Webmasters: Du hast sicherlich Recht, doch fllt hier kein Wort, dass das Spiel ein schlechtes ist. Ich habe versucht, den Test so objektiv wie mglich zu verfassen, muss ihn daher mit aktuellen Standards vergleichen und diesen Test besteht es nun mal nicht. Wre das Spiel vor 10 Jahren erschienen, wrde ich es sicherlich in den hchsten Tnen loben, doch bis auf die durchaus gelungene Story und den Soundeffekten ist nichts wirklich zeitgem. Doch, nicht zeitgem zu sein, muss noch lange nicht heien, nicht gut zu sein. Das Spiel hat seine klaren Strken und die habe ich auch, so gut es ging, zur Geltung gebracht.

Sieh es doch mal so, wrde man jetzt ein Auto verffentlichen, das 10 Jahre alte Technik beherbergt, mag es vielleicht ein klasse Auto sein, doch im Vergleich mit heutigen Konkurrenzprodukten htte es kaum Chancen. Ich hoffe, Du kannst meinen Standpunkt verstehen denn ein Review wird durch eine mglichst hohe Objektivitt ausgezeichnet. Ein Test sollte nun einmal nur ber die Fakten informieren. Nach dem Lesen sollte jeder seine eigene Meinung darber bilden knnen, ob er es kaufen mchte oder nicht.]
(17.12.2004, 16:21 Uhr)

burchi: Ok - so gesehen hast Du recht....
(27.12.2004, 16:26 Uhr)

Druide: wie schaffe ich es durch das Fernglas des Wächters zu schauen
(01.01.2005, 16:06 Uhr)

heike: kann mir jemand die komplettlösung per e-mail schicken?
(19.05.2006, 21:56 Uhr)

heike: ich habe probleme bei der installation
(12.08.2007, 20:21 Uhr)

Poser: wer kann mir zu Darkfall 2 eine Komplettlösung auf Deutsch an meine E-Mail Adresse schicken Danke
(29.03.2009, 20:01 Uhr)

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