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Hersteller: Campo Santo
Vertrieb: Steam
Steuerung: Maus+Tastatur / Gamepad
Systemanforderungen: Win 7/8/10 (nur 64-Bit) / Intel Core i3 2 GHz oder AMD Äquivalent / 6 GB RAM / NVIDIA GeForce 450 oder höher mit mind. 1 GB Grafikspeicher / ca. 4 GB Festplatte
USK: -
Offizielle Webseite: www.firewatchgame.com
Deutsch: Untertitel
Indie-Titel mogeln sich mittlerweile äußerst gekonnt in die Reihen so mancher AAA-Games. Dabei zeigen sie, dass nicht unbedingt ein Millionenbudget zur Verfügung stehen muss, um tolle Geschichten zu erzählen. Der in San Francisco angesiedelte Indie-Entwickler 'Campo Santo' zeigt das mit seinem ersten Sprößling 'Firewatch' überdeutlich ...

Zur eigentlichen Geschichte, die wir normalerweise direkt zum Start eines Reviews anführen, möchten wir tatsächlich lieber nicht zu viel verraten und halten uns daher äußerst bedeckt. Nur so viel: Wir übernehmen die Rolle des 36jährigen Henry, dessen Vergangenheit den armen Kerl ganz schön gezeichnet hat. Zu Beginn durchleben wir die in Kurzform mitteils kleiner Textpassagen, bei denen wir eine geringe Entscheidungsgewalt übernehmen dürfen. So können wir die Vorgeschichte zwar entsprechend dezent mitgestalten, aber das macht Henrys vergangene Jahre dennoch nicht unbedingt besser. Interessanterweise ist bereits diese kurze Einführung sehr besonders gestaltet - ein anderes Wort fällt uns hier gar nicht ein. Wir lesen den Text, hören eine seichte Geräuschkulisse, die sich darauf bezieht und obwohl das alles eigentlich recht spartanisch geraten ist, ergriff uns das dennoch sehr. Henrys Erlebnisse sind so niederschmetternd, weil sie nicht unbedingt aus der Luft gegriffen sind. Solche Dinge passieren leider einfach. Erst danach beginnt die eigentliche Geschichte, die im Jahre 1989 ihren Anfang nimmt. Henry möchte seinem Leben entfliehen und einfach weg von alldem, weg von der Zivilisation, weg von seinen Problemen. Daher beginnt er eine neue Arbeitsstelle als Brandwache in einem Nationalpark im US-Bundesstaat Wyoming. Seine Arbeit soweit fernab: Von einem Ausguck den umliegenden Wald des Shoshone National Forest im Auge behalten und bei etwaigen Bränden oder leichtsinnigen Touristen entsprechend für Ordnung zu sorgen. Sein einziger Kontakt nach draußen ist dabei Delilah, die im zentralen Außenposten sitzt und die Arbeiten der verschiedenen Brandwachen koordiniert. Mit ihr kann er ausschließlich per Funkgerät in Kontakt treten. Der Einsamkeit im Shoshone National Forest geschuldet, beginnen die beiden allerdings recht schnell auch privatere Dinge auszutauschen, bis plötzlich etwas völlig Unerwartetes geschieht. Merkwürdige Vorkommnisse lassen Henry daran zweifeln, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Zusammen mit Dililahs Stimme aus dem Funkgerät, macht er sich deshalb auf, den Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen.
Ja / Nein / Vielleicht
Während uns die Geschichte wirklich packen und eigentlich bis zum Ende kaum mehr loslassen konnte, ist sie allerdings nicht die eigentliche große Stärke des Adventures. Diese Rolle fällt den absolut superben Dialogen zuteil. Solche herausragenden und realitätsnahen Dialoge hört man jedenfalls nicht alle Tage: Furcht, Freude oder das Sprechen über „über Gott und die Welt“ - durch die Bank nimmt man den beiden Figuren ab, was da über das Funkgerät palavert wird. Dabei obliegt es allerdings uns als Spieler, das Ganze in entsprechende Bahnen zu lenken. Möchte man Dilalah vertrauen schenken, den Gesprächen eine gewisse Distanz geben oder lieber das Frauenzimmer am Ende der anderen Leitung gänzlich ignorieren. Alles ist möglich und verändert stetig die Art der Beziehung und wie beide miteinander im weiteren Spielverlauf umgehen werden. Das ist ungemein motivierend und vor allem die realitätsnähe der zahlreichen Gespräche ist schier beeindruckend. Henry wird dabei von US-Schauspieler Rich Sommer gesprochen, der durch die TV-Serie 'Mad Men' an Bekanntheit gewann, während die weibliche Hauptrolle Dililahs von Cissy Jones übernommen wird. Beide Leistungen nehmen sich grundlegend nichts und man merkt, hier sind richtige Profis am Werke. Unterm Strich haben uns die Dialoge absolut begeistert und wir hätten da noch stundenlang zuhören können. Einzig und allein der Umstand, dass es keinerlei deutsche Worte in das Spiel geschafft haben, ist kritikwürdig. Da sich die gesprochenen Texte letztlich dann doch in Grenzen halten, wären zumindest deutsche Untertitel wünschenswert gewesen. Da bereits eine russische Übersetzung vorliegt, hoffen wir einfach mal, dass es ebenso eine deutsche via Patch nachträglich in das Adventure schaffen wird!

The Walking Simulator
Das Umherlaufen im Nationalpark nimmt einen nicht unwesentlichen Anteil des Spieles ein. Im Laufe der Zeit findet Henry außerdem noch zusätzliche Ausrüstung, mit der er an vorher unerreichbare Orte gelangen kann. So findet man zwar immer wieder neue Locations, die durchforstet werden wollen, doch der Level des Backtrackings, bei denen wir immer wieder durch bereits bekannte Örtlichkeiten laufen müssen, ist relativ hoch. Als kleinen Ausgleich bietet 'Firewatch' eine durchweg äußerst stimmige Optik, die mit allerlei Farbspielereien aufwarten kann. Außerdem wird das Wiederbesuchen bekannter Orte durch verschiedene Tageszeiten ein Stück weit kaschiert. Musikalisch hält sich das Spiel in Grenzen und kramt die Instrumente nur hin und wieder hervor, um längere Laufwege angenehmer zu gestalten oder schlichtweg spannende Stellen passend zu untermalen. Negativ fiel uns lediglich auf, dass es abseits der Pfade schon einmal vorkommen kann, dass man sich in irgendwelchen Gebüschen oder Felsformationen unschön verheddert, dass nur ein Neuladen des letzten Kontrollpunkts hilft. Obendrein ist es nicht immer komplett nachvollziehbar, warum Henry manche Hindernisse problemlos überwindet, während ihn andere vor unlösbare Probleme stellen.
Linearer Spielablauf
Der Titel stellt es uns zwar überwiegend frei, wo wir in der Spielwelt hinlaufen wollen, um beispielsweise ein wenig die Gegend zu erkunden, doch letztlich bewegt man sich dennoch größtenteils auf Schienen, die die Story bereithält. Denn nebenher passiert schlicht kaum etwas. Die Welt sieht zwar äußerst schick aus und präsentiert sich stilsicher, doch eigene Erkundungen, fernab des Story-Fadens, werden maximal mit einem neuen Gespräch zwischen Henry und Dililah belohnt. Ist zwar interessant, aber letztlich dann doch zu wenig motivierend, um sich selbst auf Achse zu begeben. Äußerst praktisch: Haben wir uns trotz Karte und Kompass mal verlaufen, hilft Dililah und gibt uns noch einmal alle relevanten Informationen. Hauptaugenmerk von 'Firewatch' ist jedenfalls zu jeder Zeit die spannende Geschichte. Doch dieser Story-Fokus kommt nicht von ungefähr und übertrug sich direkt auf uns: Ständig wollten wir nämlich wissen, wie es weitergeht und vor allem was als Nächstes passieren wird. Unentwegt verspührten wir zudem diese besondere Anspannung, die zusätzlich dadurch unterstrichen wurde, dass das Adventure es absolut hervorragend versteht, mit den Erwartungen zu spielen. Gerne werden Dinge absichtlich ein wenig hinausgezögert, womit der Spannungslevel niemals absinkt. Wir konnten jedenfalls keine echten Längen feststellen. Der Titel ist genau so, wie er ist, perfekt erzählt. Einzig und allein die überschaubare Spielzeit ist bedauernswert. Selbst wer die beiliegende Karte nicht richtig lesen kann und ziellos durch den Shoshone National Forest irrt, wird spätestens nach sechs Stunden den Abspann sehen. Flottere Naturen schaffen's derweil in etwas über drei Stunden.
Ein wahrlich gelunger Titel, der trotz kurzer Spielzeit jeden Cent wert ist!
Wir geben es offen zu, aber 'Firewatch' hat uns wirklich vom ersten Moment nicht mehr losgelassen. Aus einem kurzen Anspielen vor dem Schlafengehen für die eigentliche Test-Session am kommenden Tag ist ein kompletter Spieldurchlauf geworden, der erst spät in den Morgenstunden sein Ende fand. Bereuen tun wir den wenigen Schlaf aber keineswegs. Die toll geschriebenen Dialoge, die den Charakteren so unfassbar gekonnt Leben einhauchen, verbunden mit dieser richtig spannenden Geschichte ließen die Stunden nur so an uns vorrüberziehen. Das erinnerte gern an ein gutes Buch, bei dem man sich selbst immer wieder sagt: "Nur noch die nächste Seite...". 'Firewatch' hat uns einfach eiskalt erwischt und überrascht: Wir sind mit so wenigen Erwartungen herangegangen und hätten nicht einmal im Ansatz vermutet, wie toll dieses Adventure funktioniert – wie realitätsnah das alles dargeboten wird. Ok, die Rätselkost ist zulasten der Geschichte praktisch nicht wirklich vorhanden. Stets wissen wir, wo wir hinmüssen, etwaige Aktionen führt Henry komplett automatisch aus und mittels Karte und Kompass sollte die Navigation niemanden vor unüberwindbare Hürden stellen. Wir würden uns letztlich allerdings nur eine einzige Sache wünschen: Dass es noch ein klein wenig weitergegangen wäre. Obgleich wir uns hier wiederholen, aber die Dialoge zwischen Henry und Dililah haben es uns so richtig angetan und 'Firewatch' wird uns alleine wegen denen noch lange im Gedächtnis haften bleiben. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich diesen Adventure-Happen keinesfalls entgehen lassen!
Hinweis: 'Firewatch' steht mittlerweile auch mit deutschen Untertiteln zur Verfügung!

[ 12.02.2016 ]

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