
| Hersteller: | Future Games |
| Vertrieb: | dtp |
| Steuerung: | Maus |
| Systemanforderungen: | Win 2000/XP / Pentium 1,2 GHz / 256 MB RAM / 64 MB Grafikkarte (erst ab GeForce6 oder vergleichbare ATI) / ca. 2,5 GB Festplatte |
| USK: | Freigegeben ab 12 Jahren |
| Offizielle Webseite: | www.blackmirror-game.de |
Wie ein gelungener Roman
Die in sechs Kapitel unterteilte Story weiß auf jeden Fall zu gefallen und trieb uns unweigerlich dazu, das Spiel nicht mehr beenden zu können. Die Geschichte ist derart romanartig und man entsinnt sich schnell an spannende Stunden vor dem Kamin, mit einem guten Buch in den Händen. Genau wie in einem Roman deckt man - zusammen mit dem Helden Samuel - Schritt für Schritt die Mysterien rund um Black Mirror auf und kann erst aufhören, wenn man des Rätsels Lösung gefunden hat. Diese Art der packenden Atmosphäre zu erzeugen ist sichtlich schwer, doch das Adventure 'Black Mirror' steckt diese Hürde mit Leichtigkeit weg.
Multimediale Glanzleistung
Um diese Atmosphäre zu erzeugen, genügt natürlich nicht nur eine interessante Geschichte, wenngleich sie auch der Grundstein eines gelungenen Abenteuers ist. So läuft ohne Musik, gute Sprachausgabe und stimmigen Soundeffekte natürlich nichts. Auch hier kann 'Black Mirror' auf ganzer Linie überzeugen. Musikalisch hält sich das Spiel zwar in Grenzen, doch ertönt immer genau dann orchestrale Untermalung aus den Boxen, wenn sie exakt zur Situation passt. Bei den Soundeffekten hingegen wurden ebenfalls keine Mühen gescheut, so sind insgesamt zwei separate Ton-Schichten zu vernehmen. Die Erstere ist dabei für diverse Hintergrundgeräusche wie Vogelzwitschern, das Plätschern vom kühlen Nass oder auch einfach nur Windgeräusche zuständig. Numero Zwei ist für alle direkten Soundeffekte zuständig, wie das Zerschlagen von Brettern mit einem Hammer. Die Verschmelzung beider Ton-Schichten bietet ein fast perfektes Soundambiente, dass vor allem bei entsprechender, soundtechnischer Ausstattung besonders gut zur Geltung kommt.
Zur komplett deutschen Sprachausgabe fällt uns nur ein Wort ein: hervorragend. Erneut wurden die Mannen bei 'Toneworx' mit der Synchronisation in unsere Landessprache beauftragt und einmal mehr haben sie bewiesen, dass sie der Aufgabe gewachsen waren. Neben der bekannten Stimme des Helden Samuel Gordon - welche vom "deutschen" Johnny Depp gesprochen wurde - brauchen sich auch die weiteren 23 Personen im Spiel stimmtechnisch keinesfalls zu verstecken. Alles grundsolide und glasklar - kurzum: Hörspielqualität. Was kann man sich mehr wünschen?
Um gleich bei der Melodie der Lobeshymne zu bleiben, machen wir einfach mit der Grafik weiter: Die ist komplett in Oldschool-2D und lässt buchstäblich keine Wünsche offen. Für die komplett vorberechneten Locations haben die Macher auch schon einen Preis eingeheimst, was bei derart räumlichen und detaillierten Grafiken nicht anders zu erwarten war. Besonders gut kommen diese zur Geltung, weil man eben bei 800x600 Bildpünktchen schon recht weit ins Detail gehen kann. Kurz gesagt ist 'Black Mirror' eine kleine, grafische Meisterleistung, mit ganz eigenem und interessantem Stil. Sterilen Renderwahn sucht man bei diesem Spiel vollkommen vergebens. Mit zahllos eingelassen Animationen wirken die Örtlichkeiten belebter denn je. Außerdem ist das Spiel übersäht mit kinoreifen Filmsequenzen, die schon mal Gänsehaut bescheren können.
Einfacher geht's nun wirklich nicht
Gesteuert wird der Held Samuel vollständig mit unserem geliebten Computer-Nager, wobei selbst diese schon einfache Art der Steuerung stark optimiert wurde. So sind fast alle wichtigen Funktionen auf die linke Maustaste gelegt wurden. Die rechte Maustaste kommt eher selten zum Einsatz und dient nur dem genauerem Untersuchen bestimmter Örtlichkeiten und Gegenstände. Ebenso simpel fällt auch das Dialog- und Inventarsystem aus. Bei Ersterem spricht man mittels Druck auf die linke Maustaste Personen an, wählt schlicht und ergreifend das Thema und kann sich entspannt zurücklehnen und den selbstlaufenden Dialogen lauschen. Einzig und allein an bestimmten Stellen bekommt der Spieler die Wahl, ob Samuel lieber positiv oder negativ auf gewisse Fragen reagieren soll. Das Inventarsystem kommt nur dann zum Vorschein, wenn der Mauspfeil den Weg in den unteren schwarzen Teil des Bildes findet. Gegenstände werden benutzt, indem man mittels linker Maustaste den gewünschten Gegenstand auf das Objekt richtet bzw. mittels rechter Maustaste untersucht.




































