| Hersteller:
| Sierra
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| Vertrieb:
| IBM
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| Steuerung:
| Tastatur
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| Systemanforderungen:
| XT/AT/DOS / 405 KByte Festplatte
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| USK:
| Freigegeben ohne Altersbeschränkung
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| Kompatibilität:
| DOSBox
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Vor nunmehr rund 2 Jahrzehnten nahm einer der bislang größten Adventuregeschichten ihren Anfang - weit entfernt von Grafik und Steuerung wie wir sie heute kennen. Im Jahr 1984 ging nämlich Graham zum ersten Male auf die königliche Suche…
Daventry ist ein armes und schwaches Reich, der König ist am Ende. Seine Kraft hat ihn verlassen und bald wird ihn der Tod ereilen. Doch möchte er nicht sterben, bevor sein Land wieder zu Reichtum gekommen ist und bittet deshalb den Jüngling Graham seinen Platz auf dem Thron einzunehmen. Doch bevor es soweit kommt, ersucht ihn der König, drei Gegenstände zu finden, die Daventry wieder reich und stark werden lassen: Ein magischer Spiegel, mit dem der Blick in die Zukunft möglich ist; ein Schild, welches vor Angriffen jedweder Art schützt und eine magische, unerschöpfliche Truhe, welche sich immer wieder mit Reichtümern füllt, egal wie viel man entnommen hat. Also macht sich Graham auf seine erste Reise, um dem Land zu helfen und die Krone an sich zu nehmen.
Bewaffnet mit Tastatur und Parser geht's an's Werk
Lange vor LucasArts' SCUMM- oder Sierra-eigenen Point-and-Click-Engines wurde noch ein so genannter Parser zu Interaktion mit der Umwelt verwendet. Mittels den Pfeil-Tasten kann man Graham durch die Landschaft watscheln lassen, was Einiges an Spielzeit in Anspruch nimmt. Dabei muss die jeweilige Taste nur einmal für eine gewisse Richtung gedrückt werden, denn Graham läuft den eingeschlagenen Weg selbstständig weiter, doch fern jeder Logik. So bleibt er zwar vor Hindernissen stehen, doch rennt er a la 'Lemmings' in jedes nur erdenkliche Verderben. Ob See oder Abhang, Graham kann so ziemlich jeder Tod ereilen, daher sollte man ihn genau ihm Auge behalten und durch nochmaliges Drücken der Richtungstaste bleibt dieser kurzerhand stehen und wartet auf weitere Befehle.
Doch die Schwierigkeit liegt nicht in der Steuerung, sondern in der exakten Bedienung des Parsers. Computertypisch werden Schreibfehler konsequent vom Parser benörgelt und da 'Kings Quest' ausschließlich in englischer Sprache erschien, sollte man daher mit mehr als nur Grundkenntnissen ans Werk gehen. Hat man ein Objekt zur Interaktion gefunden besteht die Parserzeile lediglich aus dem Tätigkeitsverb und dem zu nutzenden Gegenstand. Möchte man also einen Felsen bewegen geht dies ganz einfach mit
move rock oder mit zweiteiligem Inhalt
give cheese to rat. Nach kurzer Einarbeitungszeit und ausreichenden englischen Kenntnissen sollte das Adventure daher zu lösen sein. Es gibt zwar hier und da kleinere Probleme, aufgrund der Parsersteuerung, doch die Rätsel an sich sind nicht sehr anspruchsvoll.
Technisches und Fazit
Aufgrund des hohen Alters des 405-KByte-Datenvolumens brauchen wir natürlich nicht noch einmal näher zu erwähnen, dass das Adventure technisch in allen Bereichen völlig veraltet ist. In billiger, aber bunter, Grafik, mit PC-Speaker-Sounduntermalung geht's forsch an's Werk. Alles zusammen ergibt einen richtig angestaubten Klassiker, den man als Fan der Reihe zumindest kennen sollte.
[ Klassiker-Test ]