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© 2002 - 2026
Adventures Unlimited
Hersteller: Lucasfilm Games
Vertrieb: Softgold
Steuerung: Maus
Systemanforderungen: Dos 2.0 / 286 10 MHz / 512 KB RAM / ca. 4 MB Festplatte
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Kompatibilität: ScummVM / DOSBox
Deutsch: Komplett
Parallel zum dritten Kino-Debüt von Indiana Jones entschied sich George Lucas' Traumschmiede 'Lucasfilm Games' zum ersten Mal auch ein reinrassiges Point-and-Click-Adventure zu entwickeln. Während die beiden Vorgänger leider leer ausgingen und mit halbgaren Hüpfspielchen nicht unbedingt eine große Fangemeinde um sich scharren konnten, sollte der Ausflug in unser aller Lieblingsgenre deutlich erinnerungswürdiger sein… Um den Klassiker in seiner schönsten Form zu zeigen, liegt diesem Test die später veröffentlichte und optisch wie akustisch deutlich aufgewerte VGA-FM-Towns-Version zugrunde.

Indy kommt gerade von seiner letzten Reise nach Hause, von der er als Errungenschaft das Kreuz von Coronado mitbrachte, auf dessen Spuren er sein halbes Leben gewesen war. Doch wirklich Zeit zum Verschnaufen bleibt dem „Beschaffer seltener Artefakte“ leider nicht, wird er doch vom Industriemagnaten Walter Donevan zum Gespräch gebeten. Der ist mit vollem Eifer auf der Suche nach dem Heiligen Gral, aus dem vor gut 2000 Jahren niemand Geringeres als Jesus Christus persönlich getrunken haben soll und Sterblichen Nutzern ewiges Leben verspricht. Eben der Traum eines alten Mannes, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Ungünstigerweise ist dem Industriemogul der Projektleiter abhanden gekommen, der die Suche nach dem heiligen Kelch bis nach Venedig brachte. Mit der Bitte, dass Indiana Jones nun diese Rolle übernehmen solle, weist der jedoch dankend ab und verweist auf seinen Vater. Immerhin widmete der sein Leben der Gralssuche und ist daher mit Sicherheit der wohl möglich kompetenteste Ansprechpartner weltweit. Geschockt muss Indiana allerdings erfahren, dass Walter Donevan bereits dessen Hilfe in Anspruch nahm und der verschwundene Projektleiter niemand Anderes als Indys Vater selbst ist. Mit dieser Information gibt es verständlicherweise für den Archäologie-Professor kein Halten mehr. Er muss den Spuren seines Vaters folgen, um herauszufinden, was mit ihm geschehen ist.
Ganz nah und doch weit weg von der Filmvorlage
Wer sich als Kenner des Hollywood-Streifens Vorteile erhofft, der wird gleichermaßen belohnt wie absolute Neulinge. 'Lucasfilm Games' hat nämlich eine ganze Menge zusätzliche Rätsel eingebaut, die auch Kinogängern genügend Grübelstoff bieten. Die große Stärke hierbei: Viele Probleme können auf vollkommen unterschiedliche Arten und Weisen gelöst werden. Wer den Abspann erreicht hat, sollte daher unbedingt noch mindestens eine zweite Runde einlegen und nach Alternativen suchen, die Rätsel anders zu meistern. Vor allem im Schloss Brunwald finden sich so viele Varianten mit den dort beheimateten Nazi-Schergen fertigzuwerden, dass man Stunden um Stunden alleine in diesem Abschnitt verbringen kann. Wer mit Köpfchen an die Sache herangeht, kann dabei sämtliche Wachen mit diversen Verkleidungen, Geschenken oder Überredungskünsten austricksen. Zudem finden sich überall Geheimgänge. Nur im Notfall sollte tatsächlich zu den Fäusten gegriffen werden, da unser Held mit Schlapphut und Peitsche doch ziemlich schnell aus den Latschen kippt. Die Action-Einlagen gepaart mit der fummeligen Steuerungen bilden dabei sicherlich den einzigen wirklichen Kritikpunkt des Abenteuers.
„Komm schon, Dad!“
Im Laufe der Handlung dürfen wir übrigens in einigen Passagen auch die Rolle von Indys Vater übernehmen. Dies ist allerdings nicht nur ein Gimmick, sondern essentiell für so manche Rätseleinlagen. So müssen wir zum Beispiel auf dem Berliner Flughafen einen Passagier gekonnt ablenken, während wir ihm hinterrücks mit Henry die Flugtickets stibitzen. Zumindest sofern man bis dahin nicht die notwendigen Deutschen Mark einsammeln konnte, um sich ganz entspannt welche am Schalter zu kaufen. Wie bereits erwähnt, hält sich das Adventure zwar im Großen und Ganzen an die Leinwandvorlage, doch hin und wieder können wir uns auch absichtlich von der entfernen. Wie wäre es denn statt in den Zeppelin zu steigen, einfach ein Flugzeug direkt auf dem Flughafen zu kapern? Hat Indy vorher die richtigen Informationen gefunden, wie denn nun ein Doppeldecker überhaupt geflogen werden kann, umgehen wir zum Beispiel gekonnt den Part im Zeppelin. Es lohnt sich auf alle Fälle sämtliche Wege einfach mal auszuprobieren. Ist wirklich nicht schlecht, was sich 'Lucasfilm Games' diesbezüglich alles hat einfallen lassen!
Steuerungshürden
Der dritte Indy setzt erneut auf das zu dieser Zeit bewährte SCUMM-System und reiht sich dabei in die Vor- und Nachteile der Stiefgeschwister 'Zak McKracken' und 'Maniac Mansion' ein: Gegenstände können nicht direkt mit dem Drüberfahren des Steuerkreuzes erspäht werden, vorher setzen diese jedes Mal einen Klick auf den Punkt „Was ist“ voraus. Aus heutiger Sicht sieht Komfort anders aus. Als Indy und dessen Vater zum Beispiel an Stühle im Schloss Brunwald gefesselt sind, muss jedes einzelne Mal das Verb „Drücken“ bzw. „Ziehen“ aktiviert werden, damit die Beiden – wie im Film – mit den Stühlen ein kleines Stück in eine gewisse Richtung rücken - und da gibt es einige Stücke zu rücken... Dies rein mit der Maus zu steuern ist ungemein fummelig. Wohl dem, der sich zumindest ein paar Keyboard-Tasten gemerkt hat, um Aktionen direkt zu aktivieren. Besonders hilfreich in zeitkritischen Passagen, bei denen der Computernager klar unterlegen ist. Einige Verben sind überdies vollkommen unnütz: „Schalte ein“ oder „Schalte aus“ können zwar Verwendung finden, sind aber problemlos mit dem schlichten Befehl „Benutzen“ zu meistern und damit eigentlich obsolet.
EGA vs. VGA vs. FM-Towns
'Indiana Jones III' ist neben PC-DOS zusätzlich für allerhand zeitgenössische Computersysteme – wie Amiga oder Atari-ST – erschienen. Die orientieren sich allesamt an der EGA-Version (16 Farben) des PCs und wirken aus heutiger Sicht schon ziemlich angestaubt. Aufgrundessen haben wir uns für diesen Test nicht nur für die VGA-Version (256 Farben) entschieden, sondern zudem für die Fujitsu-Micro-Variante (auch "FM-Towns" genannt). Die ist leider offiziell niemals in Europa erschienen und ausschließlich in englischer Sprache zu bekommen. Ein Fan-Patch schummelt jedoch unsere Landessprache hinein. Denn zugegebenermaßen ist es schlicht die beste Fassung, die man von 'Indiana Jones III' überhaupt bekommen kann. Optisch ist diese zwar identisch mit der zur EGA-Variante deutlich ansehnlicheren 256-Farben-VGA-Version, ihre Stärke liegt aber vor allem in der musikalischen Komponente: Es gibt zwar hin und wieder ein paar wenige Stücke in normaler Midi-Qualität, doch ein überwiegender Teil des Soundtracks sind originale Melodien aus John Williams' Film-Score. Und Ihr könnt uns glauben, dass damit das Abenteuer auf ein ganz neues Level gehoben wird. Wir waren gar überrascht, wie massiv die qualitativen Melodien das Indy-Flair zusätzlich aufwerten. Von unserer Seite also ganz klar eine Empfehlung, dies einmal selbst auszuprobieren!
Hinweis: Den inoffiziellen Deutsch-Patch für die FM-Towns-Version gibt es unter folgendem Link zum kostenfreien Download: (Zum Download)
Tolle Ergänzung zum Hollywood-Blockbuster!
Ob man nun den Film kennt oder nicht; Indy-Fan ist oder nicht – beides spielt keine Rolle: 'Indiana Jones and the Last Crusade' ist auch für sich alleine genommen ein richtig gutes Stück Software. Klar kann man sich problemlos an der Filmhandlung entlang hangeln, aber der wahre Reiz ist es eigentlich, die vielen Alternativen zu finden, Indy und seinen Vater auf anderen Pfaden zum Tal des sichelförmigen Mondes zu bringen. Hin und wieder bremst die haklige Steuerung zwar ganz gern mal kurz aus, aber alleine die Vielfalt der Lösungswege ist eine klare Empfehlung an Adventure-Fans, die auch beim dritten Durchlauf noch immer Neues erleben möchten. Etwas schwach sind derweil nur die Dialoge geraten: Die laschen Wortwechsel schaffen es in ihrer Anzahl kaum über Film-Anspielungen hinaus. Die zahlreichen Gespräche mit den Nazi-Wachen zählen wir hier nicht mit, da die stets auf demselben Grundstein aufbauen. Oft genug ist das Verb „Rede“ gleich direkt ausgegraut und steht erst gar nicht zur Verfügung. Wer sich als Kinogänger also ein paar zusätzliche Dialoge und Informationen wünscht, wird wohl ein wenig enttäuscht sein. Entschädigt wird dies jedoch durch gleich mehrere unterschiedliche Enden. Egal wie man es dreht und wendet: 'Indy III' ist einfach Wiederspielwert pur! Absolut empfehlenswerter Klassiker!

[ Klassiker-Test (neu aufgelegt) _ 31.07.2016 ]
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