
| Hersteller: | White Birds Productions |
| Vertrieb: | dtp Entertainment |
| Steuerung: | Maus |
| Systemanforderungen: | Win 98SE/ME/2000/XP / Pentium III 800 MHz / 256 MB RAM / 64 MB 3D-Grafikkarte / ca. 2 GB Festplatte |
| USK: | Freigegeben ab 12 Jahren |
| Offizielle Webseite: | www.paradise-game.de |
Aufwendige Grafik
Bereits Sokals Vorwerke bestachen mit toller, zeitgemäßer Grafik. Dieser Trend hat sich auch auf 'Paradise' ausgewirkt und so glänzt das Spiel mit sehr aufwendiger Rendergrafik, die mit vielen Details bestückt ist. Um das Gesehene zusätzliche aufzuwerten, gibt's neben Schatten auch schicke Partikeleffekte und dergleichen zu bestaunen. Grafisch hat 'Paradise' also die Nase weit vorn. Vertreiber 'dtp/Anaconda' hat außerdem erneut viel Wert auf authentische Sprachausgabe gelegt, welche den Charakteren durch professionelle Sprecher viel Leben einhauchen. Außerdem sind die Soundeffekte eine Klasse für sich. Auf einem 5.1-System kann man oft nicht unterscheiden, ob die Geräusche vom Spiel erzeugt werden oder ob das Geräusch von außerhalb kommt. Absolut lupenrein und von einer bahnbrechenden Qualität. Lediglich die Musik störte hier und da. Jedoch nicht durch die Noten, sondern aufgrund der Tatsache, dass ein Thema oft über einen langen Zeitraum zu hören ist und so dann doch irgendwann stört.
Logik- und klassische Rätsel in Kombination
Da das Wichtigste an einem Adventure, neben der Story, die Rätsel sind, gibt's daher in 'Paradise' auch mehr als genug davon. Dabei besticht die Kost aus Mischung von klassischen Inventarrätseln und dem Verständnis diverser Maschinchen. Ersteres überwiegt dabei, aber auch für Logik-Muffel sollte nicht viel Grund zur Sorge bestehen. Denn die logischen Aufgaben sollten keine größeren Probleme darstellen. Einzig und alleine die kurzen Leoparden-Steifzüge sind komplett grübelfrei. Denn in der Rolle des Fleischfressers muss man lediglich diverse Orte erreichen. Dies allerdings in einer, der vorgerenderten Grafik weit unterlegene, 3D-Echtzeitgrafik. Wer keine Lust auf diesen, im Grunde unnötigen Part hat, der kann die Sache blitzschnell mit der ESC-Taste beenden. Die Möglichkeit dieser Aktion stützt sogar noch die Unnötigkeit.
Steuerung mit Macken
Obwohl das Spiel bequem per Maus zu gesteuert wird, macht Ann nicht immer das, was der Spieler will. Oft sind die Hotspots ungenau und dirigieren die Heldin ebenso. Besonders schlimm ist dies in den Leoparden-Szenen, wo man eigentlich nur die Richtung angeben soll, in die der laufen soll. Selbst dabei gibt es Probleme und hier sollte auf jeden Fall eine Nachbesserung stattfinden. Wir finden gerade diesen Fakt sehr schade, da das praktisch die ganze Konkurrenz besser kann.
Erwartungen nur bedingt erfüllt
Schade, wir hätten uns von 'Paradise' einiges mehr erwartet. Sehr positiv ist natürlich die gesamte grafische und akustische Präsentation, doch die so wichtige Story enthält viele Schnitzer und machen aus dem Abenteuer lediglich ein durchschnittliches Spiel, das leider auch nicht an die inoffiziellen 'Syberia'-Vorgänger heranreicht. Dennoch, wer das zuletzt genannte Abenteuer bereits hinter sich hat und dies mochte, der wird auch einen gewissen Reiz an diesem finden.
[ 31.08.2006 ]




































