
| Hersteller: | Animation Arts / Fusionsphere Systems |
| Vertrieb: | Deep Silver |
| Steuerung: | Maus |
| Systemanforderungen: | Win 2000/XP/Vista / Pentium III 800 MHz / 256 MB RAM / 32 MB Grafikkarte / ca. 2 GB Festplatte |
| USK: | Freigegeben ab 6 Jahren |
| Offizielle Webseite: | www.geheimakte-game.de |
Alles beim Alten
Was uns vom ersten Klick besonders gefallen hat, ist dass man sich als Spieler des ersten Teiles, wie auch als absoluter Neuling, sofort mit der Steuerung zurechtfindet. Praktisch wurde an der intuitiven Bedienung nichts Weltbewegendes verändert. Die rechte Maustaste dient immer noch zum Erkunden diverser Hotspots, die linke zum Nehmen, Reden und Benutzen. Ein Doppelklick veranlasst den Protagonisten zum Sprinten oder zum unverzüglichen Verlassen einer Location. Das geht alles so flott und locker von der Hand, dass es im Nu in Fleisch und Blut übergeht. Neu ist hingegen ausschließlich, dass der Protagonist automatisch die Beine in die Hand nimmt, sobald ein angeklickter Punkt etwas weiter entfernt ist. Das erspart dem Spieler sogar noch den Doppelklick. In Sachen Komfort kann man hier also keinesfalls meckern und sich ausschließlich auf das Wesentliche, nämlich die Rätsel und die spannende Geschichte, konzentrieren.
Gelungene Präsentation die Zweite
Bereits der erste Teil hat uns damals von vorn bis hinten gefallen. 'Geheimakte 2' baut auf diesem Argument auf und sieht durchweg noch deutlich schicker aus als der Vorgänger. Besonders gut gefallen, hat, neben der ungeheuren Detailverliebtheit in den Locations, der schicke, digitale Zoom auf die Gesprächspartner während der zahlreichen Dialoge. Aufgrund der hohen Auflösung, von 1280x1024-Bildpunkten, sieht man in Zusammenarbeit mit der zuschaltbaren Kantenglättung auch beim stärksten Zoom keine Grobkörnigkeit. Auch der nicht selten geäußerten Kritik des Vorgängers, dass die Animationen der Charaktere zu steif wirken würden, haben sich die Entwickler angenommen. Denn die sehen nun deutlich lebensnaher und einfach besser aus – ermöglicht durch die Technik des Motion Capturings. Glanzpunkt des Titels ist aber zweifelsohne die grafische Präsentation mit ihren detailverbliebten Locations und den aufwendigen, filmischen Sequenzen. Außerdem wird man bereits im Hauptmenü von der schieren Wucht des genialen Soundtracks ergriffen. Und wenn wir jetzt noch sagen, dass die deutsche Sprachausgabe, exakt wie im Vorgänger, ebenso vom Allerfeinsten ist und zudem auch die originalen Sprecher bietet, dürfte klar sein, dass Euch hier ein Spielgenuss vom Feinsten erwartet.
Logische Rätsel in Massen
Wer kennt’s nicht? Unlogische Rätsel bei denen man um fünf Ecken denken muss. Wer diese Art der Rätsel mag, ist bei 'Geheimakte 2' fehl am Platz. Tatsächlich geht’s hier nämlich absolut logisch zur Sache. Natürlich liegen nicht alle Grübeleien gleich auf der Hand, doch die Hirnarbeit wurde so gut in die Spielwelt eingebaut, dass alles schlichtweg nicht aufgesetzt oder erzwungen wirkt. Zudem bietet der Titel selbstverständlich erneut die bewährte „Snoop Key“-Funktion, mit der man bereits im ersten Teil sämtliche Hot-Spots auf einen Klick ersichtlich machen konnte. Außerdem lässt das Programm nur sinnvolle Lösungs- und Kombinationsmöglichkeiten zu. Alles Andere wird einfach ignoriert und keines Kommentars gewürdigt. Das hilft auch bei so mancher Lösung. Für besonders knackige Rätsel steht übrigens im non-stop geführten Tagebuch jeweils eine Hilfefunktion zur Verfügung, die Euch in die richtige Richtung stupst, so dass Ihr nicht allzu lange auf dem Holzweg umhergeistert.
Muss man haben!!
Bereits der erste Teil hat uns mit seiner spannenden Geschichte und der tollen Darbietung an den Monitor geschweißt. Die Fortsetzung tritt in die ohnehin sehr großen Fußstapfen des Vorgängers und kann da locker mithalten, gleichzeitig macht sie einiges sogar noch einen Tick besser, vor allem in den Bereichen Grafik und Steuerung. Der Plot ist von der ersten Sekunde superspannend und lässt einen so schnell nicht wieder los. Schade nur, dass er doch etwas schwach aufgelöst wird. Da hätte man etwas mehr erwartet. Macht aber nichts, denn der Weg bis zum Finale wird nichtsdestotrotz genial erzählt und motiviert zum Weiterrätseln. Vor allem der automatische Charakterwechsel wurde clever in die Spielmechanik eingebaut. Mehrfach gibt’s nämlich vor dem Wechsel einen kleinen Cliffhanger, bei dem man sich wünschen würde, dass man noch nicht in den anderen Charakter wechseln würde. Das sorgt für Spannung und Motivation – und davon hat 'Geheimakte 2' mehr als genug, zumal auch Teil zwei erneut auf ältesten PC-Systemen den Dienst antritt. Wer’s nicht kauft, verpasst da ein ganz großes Abenteuer!!
[ 08.10.2008 ]




































