| Hersteller:
| Perfect Entertainment
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| Vertrieb:
| Psygnosis
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| Steuerung:
| Maus
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| Systemanforderungen:
| Dos 5.0 / 386 12 MHz / 4 MB RAM / ca. 2 MB Festplatte
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| USK:
| Freigegeben ab 6 Jahren
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| Kompatibilität:
| ScummVM / DOSBox
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Terry Pratchetts zahlreiche Scheibenweltromane erfreuten sich bei den Fans großer Beliebtheit. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich ein engagiertes Team an eine Spielumsetzung wagte und welches Genre wäre wohl besser dafür geeignet als das Adventure. Doch hilft dieses auch, die Scheibenwelt glaubwürdig dem Usern nahe zu bringen?
Auf der Scheibenwelt gibt es Probleme. Eine Bruderschaft hat einen Drachen beschwört, damit dieser ihnen die Anerkennung zurück geben kann, die ihnen ihrer Meinung nach zu steht. Leider aber gibt es da ein Problem: Die Anerkennung haben sie, doch der Drache denkt gar nicht daran, sich wieder aus dem Staub zu machen - im Gegenteil, er verbreitet Angst und Schrecken. Ein Drachenkiller muss also her. Nein, nicht Conan, sondern Rincewind. Der ist ein kleiner tollpatschiger Möchtegern-Zauberer an der "Unsichtbaren Universität" Ankh-Morporks. Der Reichskanzler beauftragt ihn, den Störenfried aus der Stadt zu vertreiben und wird somit auf sein Abenteuer geschickt, das daraus besteht, alle nötigen Teile eines Drachendetektors zu finden. Das stellt sich jedoch schwerer heraus, als ursprünglich geplant. An der Seite Rincewinds ist immer eine x-beinige Truhe, die mittels großen Fassungsvermögens zahlreiche Gegenstände aufbewahren kann, die unser Held im Laufe des Spieles findet - und das sind einige... Auch Rincewind selbst kann einige Gegenstände tragen, jedoch ist sein Inventar nicht annährend ausreichend.
Warum das Abenteuer schwerer ist als geplant? Nun ja, bei längerem Spielen sammeln sich die Gegenstände im Inventar und zudem sind viele der Rätsel doch sehr unlogisch und das eigentlich nicht gern genutzte "Herumprobieren" kann hier nur Herr der Lage werden. Das ist leider schade, da es doch dem Spielspaß ein paar Pünktchen rauben kann, wenn man wirklich nicht weiter weiß und erst nach Stunden die Lösung eines Rätsels per Zufall entdeckt. Jedoch wird dies mit der Fülle an Humor und interessanten Ideen schnell wieder wett gemacht. Oft gibt es hier und da einen kleinen Schmunzler und bei genauerem Betrachten bilden sich kleine aber feine Parallelen mit 'Simon the Sorcerer'. Das gleiche Aussehen ist natürlich nur purer Zufall...
Grafisch ist das Spiel ebenfalls recht ansehnlich, aber während die Hintergründe wirklich toll anzusehen sind, können die Figuren ab und zu doch recht grob wirken. Die Soundeffekte sind sehr passend - vor allem Tom Hanks' deutsche Synchronstimme, die Rincewind Leben einhaucht. 'Discworld' ist zweifelsohne ein interessanter Klassiker, der zwar nicht gerade mit Logik überfüllt ist, doch viele gute Ideen und noch mehr Witz beinhaltet.
[ Klassiker-Test ]