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© 2002 - 2026
Adventures Unlimited
Hersteller: LucasArts
Vertrieb: LucasArts
Steuerung: Maus & Tastatur / Gamepad
Systemanforderungen: Windows XP/Vista/7 / Pentium IV 3 GHz / 256 MB RAM (XP) & 512 MB RAM (Vista/7) / 256 MB Grafikkarte (Shader 2.0) / ca. 2 GB Festplatte
USK: -
Offizielle Webseite: www.monkeyislandspecialedition.com
Deutsch: Komplett
Knapp zwei Jahrzehnte ist es nun schon her, seit die Adventurier einem jungen Möchtegern-Piraten vorgestellt wurden, der wohl den eigenartigsten Namen haben dürfte, den jemals ein Spiel-Held besaß: Guybrush Threepwood. Wie dieser Name entstanden ist, dürften vor allem bei älteren Spielern wie aus der Pistole geschossen kommen. Oder wofür „SCUMM“ denn eigentlich steht. Für Veteranen ist das schlicht Grundwissen. Ebenso grundsätzlich wie der Wunsch einer überarbeiteten Fassung des gelungenen Piraten-Klassikers – mit Sprachausgabe und aufgewerteten Locations. Wer hätte jemals gedacht, dass sich dieser Wunsch auch wirklich erfüllen würde?
Tief im Herzen der Karibik … die Insel Mêlée Island
Diese Worte dürften wohl alteingesessenen Adventure-Fans eine wohlige Gänsehaut bescheren. Und wie vor zwanzig Jahren begrüßt uns diese Phrase auch in der überarbeiteten Fassung. Um die Brücke zwischen alt und neu zu schlagen sogar für wenige Sekunden im originalen Grafikstil, der dann – beim Einsetzen des bekannten Themas – butterweich in die das neue Bildgerüst umschaltet. Überhaupt ist dieses Umschalten ein zentraler Bestandteil des Adventures. Ihr könnt jederzeit zwischen der Retro- und der 2009er-Version beliebig hin und herwechseln, selbst während der selbstlaufenden Zwischensequenzen, die Euch normalerweise zum Zuschauen verdammen. Was zu Beginn wie eine nette Dreingabe wirkt, die man im Grunde nicht benötigt – immerhin kennt man den Klassiker in und auswendig – erwischt man sich dennoch regelmäßig beim Umschalten zwischen alt und neu.

Doch, worum geht es eigentlich? Der Jüngling Guybrush Threepwood möchte unbedingt Pirat werden. Ein frommer Wunsch, den ihm die drei schrecklich wichtigen Piraten in der kleinen Scumm-Bar auf Melêé Island erfüllen können. Jedoch nur, wenn er sich drei Prüfungen stellt, die bestätigen, dass Guybrush in die handverlesene Gattung der stinkenden und saufenden Freibeuter aufgenommen werden kann. Ein Schatz muss geborgen, die ansässige Schwertmeisterin besiegt und das Idol der Vielen Hände aus der Governeursvilla gestohlen werden. Klingt nach viel Arbeit, ist es auch. Denn neue Piraten sind in der Karibik so erwünscht wie ein Loch im Bug. Zumindest wenn es nach dem skrupellosen Geisterpiraten Kapitan LeChuck geht, der die ganze Karibik in seiner Gewalt hat. Neulinge, die ihm vielleicht in die Suppe spuken könnten, sind bei ihm daher überhaupt nicht gern gesehen. Außerdem verguckt sich Guybrush ausgerechnet in die Gouverneurin der Insel, Elaine Marley, an der auch der gefürchtete Piratenkapitän interessiert ist. Und so kommt es, wie es kommen muss. Denn wenn einer LeChucks Herrschaft ein Ende setzen kann, dann wohl Guybrush Threepwood.
Die Karibik in Full HD
‚LucasArts‘ wollte mit dem Remake wohl keine halben Sachen machen. Während man anno 1990 nämlich gerade einmal 320x256 Bildpunkte für die Karibik nutzen konnte, haben die Macher des Remakes die Piratenwelt sogar in die höchstmögliche Auflösung geschleppt, die derzeit standardisiert ist. In maximaler Qualität stehen somit satte 1980x1080 Bildpunkte, oder auch „Full HD“ genannt, zur Verfügung. Was das aus Guybrushs Welt macht, dürfte wohl klar sein. Während ‚Monkey Island‘ in der Original-Fassung noch einiges an Fantasie brauchte, kann man in der neuen Fassung buchstäblich die Nägel in den Dielen entfernter Schiffe erkennen. Zugegeben, trotz dieser Grafik-Wucht mussten wir uns dennoch erst an das Gesehene gewöhnen. Zu vertieft sind die Erinnerungen an die originale Version. Doch nach einigen Stunden möchte man den neuen Grafik-Stil im Grunde nicht mehr missen wollen – so viel Liebe zum Detail steckt in den Nachbauten der bekannten Locations. Die wurden zwar zum Teil sinnvoll erweitert, aber alles in einem kleinen Rahmen. Man sieht, wie nah die Grafiker am Flair des alten Teils geblieben sind. Selbst in Sachen Story und Dialog hat ‚LucasArts‘ nichts ausprobiert oder dazu gedichtet. Man spielt 1:1 das originale Erlebnis nach. Es wurde nichts entfernt und es ist auch nichts hinzugekommen. Selbst die Anspielung auf ‚Loom‘ („Kauf Dir Dein Loom noch heute“), die heute kaum mehr Sinn macht, ist dem Adventure erhalten geblieben. Fans des Klassikers werden sich sofort wie zu Hause fühlen.
Gute und weniger gute Neuerungen
Neben der Story und den zahllosen Gesprächen hat man sich dann aber doch entschlossen, das Adventure zumindest rudimentär an die neuen Gegebenheiten anzupassen. So wurde ein Hilfssystem eingebaut, das zwar – wie bereits von der Konkurrenz bekannt – wieder in drei Stufen agiert, aber in der letzten nicht nur verrät, was als nächstes getan werden muss, sondern den Spieler sogar durch das Abenteuer lotst. Veranschaulicht wird dies durch eingeblendete Pfeile. Veteranen werden zwar keine Gedanken an diese Funktion verschwenden, doch betrachtet man ‚Monkey Island SE‘ als Neuveröffentlichung, so sind die Rätsel – nach heutigen Verhältnissen – relativ knackig. So vielschichtige und abwechslungsreiche Kost findet man derzeit kaum noch. Anfänger, die das Original gar nicht kennen, werden diese eingebaute Komplettlösung sicher als angenehm und spielflussfördern empfinden.
Etwas vertan haben sich die Entwickler in Kalifornien lediglich mit der Steuerung. Da der Titel parallel auch auf der Xbox-Konsole zu haben ist, kann ebenfalls am PC mit dem Pad gerätselt werden. Schlimm ist, dass dies deutlich leichter von der Hand geht, als sich mit der Maus buchstäblich abzumühen. Das Original ist zwar weiterhin so komfortabel spielbar wie bisher, aber im Remake existiert das SCUMMtypische Verben- und Inventar-Interface nicht mehr. Dort muss umständlich das Inventar mit der Tastatur aufgerufen werden, die Aktionen lassen sich relativ bequem mit dem Mausrad durchschalten. Dieser Aspekt macht sehr deutlich, für welches System eigentlich entwickelt wurde.
Akustisch ein kleines Meisterwerk!
In Sachen Sprachausgabe und Musik zieht man hingegen alle Register. So und nicht anders hat man sich als Fan das Remake vorgestellt. Es warten die Stimmen, die seit ‚Monkey Island III‘ bekannt sind, wie beispielsweise Dominic Armato als Guybrush Threepwood. Aber leider bislang ausschließlich in englischer Sprache. Für Unkundige warten zumindest deutsche Untertitel. Wer das Original spielen möchte, muss außerdem komplett auf unsere Landessprache verzichten. Der Klassiker ist leider ausschließlich in Englisch spielbar. Auf Sprachausgabe und die überarbeiteten Melodien muss zudem ebenfalls verzichtet werden. Alt und neu zu kombinieren ist nicht möglich. Beim Klassiker handelt es sich übrigens nicht um die originale Version aus dem Jahre 1990, sondern um die später erschienene überarbeitete Fassung. Größter Unterschied ist hier, dass die Gegenstände – wie im zweiten Teil von Guybrushs Reise durch die Karibik – als Mini-Grafik dargestellt werden. Musikalisch kann man sich ebenfalls auf so einiges gefasst machen. Sämtliche Melodien sind komplett überarbeitet und, in positiver Hinsicht, kaum wiederzuerkennen. Wohlgemerkt hört man in der Neufassung sogar echte Instrumente.
Ein Meisterwerk zum Meisterwerk!
Auch wenn man als Fan bereits sämtliche Versionen von ‚Monkey Island‘ sein eigen nennt, sollte man sich diesen Leckerbissen keinesfalls entgehen lassen! Für einen günstigen Preis von unter 10€ beim Downloadanbieter 'Steam', wo der Titel für den PC erstanden werden kann, bekommt man hier eigentlich sogar zu viel für sein Geld. Es hat uns einen Heidenspaß gemacht, noch einmal Guybrushs erstes Abenteuer zu bestreiten. ‚LucasArts‘ hat sich hier wahrlich selbst übertroffen und es doch, unserer Meinung nach, tatsächlich geschafft, ihr eigenes Meisterwerk noch einmal zu übertrumpfen. Uns ist jedenfalls klar: Wenn wir in Zukunft noch einmal hinter LeChucks Ektoplasma her sind, dann auf jeden Fall mit der ‚Monkey Island – Special Edition‘.

[ 23.07.2009 ]
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