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© 2002 - 2026
Adventures Unlimited
Hersteller: Lucasfilm Games
Vertrieb: Softgold
Steuerung: Maus
Systemanforderungen: Dos / XT/AT / 640 KB RAM / ca. 4 MB Festplatte
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Kompatibilität: ScummVM / DOSBox
Deutsch: Komplett
Guybrush Threepwood – ein Name, dem es ähnlich erging wie Nintendos Mario, Segas Sonic oder Core Designs Lara Croft. Sie sind alle in die Geschichte der Computerspiele eingegangen und das kam nicht von ungefähr. Mit diesen Figuren verbinden begeisterte Gamer der Endachtziger und frühen Neunziger unfassbar viel. Es reicht dann oft nur ein kleiner Schubs, der den Stein der Nostalgie ins Rollen zu bringen vermag: Ein Screenshot, ein Stück aus dem melodischen Thema oder schlicht die Nennung des Namens. Schon geistern viele totgeglaubte Erinnerungen durch das Oberstübchen. Erinnerungen an Freunde von damals, die eigene Kindheit oder schlicht die Zeiten, in denen man nach der Schule den Ranzen in die Ecke warf, den Computer einschaltete und sich in andere Welten entführen ließ. Mit ‚The Secret of Monkey Island‘ gelang der Traumschmiede ‚Lucasfilm Games‘ (vor der Umbenennung in ‚LucasArts‘ 1992) jedenfalls etwas Unglaubliches. Denn heute – so viele Jahre später – scheint der Titel nicht minder vergessen zu sein. Das Gegenteil ist der Fall: Er schien nie präsenter in den Köpfen der Adventure-Fans. Und das so sehr, dass diesem Test die „Monkey Island Ultimate Talkie Edition“ zugrunde liegt, die es ohne Fan-Begeisterung sicherlich nicht geben würde. Was die so besonders macht und warum sich Veteranen die keinesfalls entgehen lassen dürfen, erfahrt Ihr unter anderem in diesem Klassiker-Review.
„Ich verfluche nochmals mein Schicksal, als ich mich in die Kehle des steinernen Affen hinablies. Sind meine Träume vom Plündern reicher Galeonen, von Schätzen und Abenteuern derart zerplatzt? 'Drei kleine Prüfungen, dann gehörst Du zu uns!', haben sie gesagt. Das klang fair. Wenn ich nur dieses seltsame Zeug runterkriegen würde, dass diese Männer der See in sich hineinschütten. Wie sollte ich denn ahnen, daß ich eine mächtige und schöne Frau treffen würde, mit einem Geliebten, der vor lauter Eifersucht nicht bemerkt, daß er schon mehrere Jahre tot ist? Und jetzt krabble ich durch die Eingeweide des steinernen Affen, auf der Suche nach einem Mann, der drei Zentimeter über dem Boden schwebt und jeden Morgen seinen Bart anzündet....“

– Auszug aus den Memoiren von Guybrush Threepwood,
‚Meine Jahre auf Monkey Island‘
Tief in der Karibik ... Die Insel Mêlée Island
Wer kannte das nicht? Man wollte schon so Vieles sein im Leben und es darf als eines der höchsten Güter überhaupt angesehen werden, wenn man sich sein Hobby tatsächlich irgendwann zum Beruf machen kann. Das denkt sich jedenfalls auch der Jüngling Guybrush Threepwood, der unbedingt ein groggurgelnder Freibeuter sein möchte und sich deshalb wagemutig nach Mêlée Island aufmacht, um dort von den drei schrecklich wichtigen Piraten zum … nun ja … Piraten geschlagen zu werden. Allerdings kommt der Anwärter mit dem ungewöhnlichen Namen zu einem recht schlechten Zeitpunkt. Denn aus Furcht vor dem Geisterpiraten LeChuck gammelt das versammelte Freibeutertum nämlich lieber in der ortsansässigen Scumm Bar vor sich hin, statt ihrer (un-)ehrlichen Arbeit nachzugehen, Beute zu machen und die nach dem Anlegen einer mysteriösen Schatzkarte irgendwo unter der Erde zu verbuddeln. Doch von all dem weiß Guybrush nichts und lässt sich daher von so einem Obermacker im Ektoplasmakostüm nicht ausbremsen, irgendwann ein waschechter Seeräuber zu sein. Es warten gleich drei Prüfungen auf ihre Erfüllung: So muss der ansässige Schwertmeister im Kampf besiegt, ein Schatz gefunden und das Idol der vielen Hände aus der Gouverneursvilla stibitzt werden. Zu Guybrushs Überraschung ist der Gouverneur in Wirklichkeit eine Gouverneurin, die ihm auch noch schnurstracks die Augen verdreht. Doch das gerät schon bald ins Hintertreffen. LeChuck wird nämlich auf den angehenden Freibeuter aufmerksam und sieht gar durch den seine Pläne mit der Karibik gefährdet. Also erst einmal ganz schön viel für einen jungen Anwärter, der letztlich sogar ein Schiff kaufen und direkt zur namensgebenden Insel Monkey Island schippern muss. Bis zum Finale stehen vier Parts und eine ganze Planke voll Rätsel an, bevor sich Guybrush letztlich seinem Widersacher LeChuck im Showdown stellen wird.
„Wie passend. Du kämpfst wie eine Kuh.“
Doch bevor es LeChuck so richtig an den Kragen geht, darf man sich auf zahlreiche Abende in bester Adventure-Manier freuen und wird in denen unfassbar gut unterhalten. Die drei Prüfungen führen dabei toll ins Spiel sowie dessen Mechaniken ein und stellen uns vor die ersten großen Herausforderungen. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass vor allem das Erlernen der Fechterei heute einen ziemlichen Kult-Status genießt. Anstatt uns in Rollenspiel-Manier zum Erfolg (totzu)klicken, ist in ‚The Secret of Monkey Island‘ doch glatt die „Feder mächtiger als das Schwert“. Die Piraten gehen zwar mit ihren Stechwerkzeugen aufeinander los, beleidigen sich dann jedoch so lange bis einer völlig perplex die Waffen streckt. Sprüche wie „Dann mach nicht damit rum wie mit einem Staubwedel.“ oder „Wie passend. Du kämpfst wie eine Kuh.“ gehören bei eingefleischten Adventure-Veteranen jedenfalls zum absoluten Basis-Wissen. Im deutschen Raum haben wir dies Boris Schneider zu verdanken, der sich dankenswerterweise die Mühe machte, die englischen Wortgefechte sinnig ins Deutsche zu verfrachten und bis heute dafür gefeiert werden darf. In der später im Text angesprochenen inoffiziellen „Ultimate Talkie Edition“ haben sich die Hobby-Entwickler allerdings ein wenig von den ursprünglichen Beleidigungen entfernt. Da hier nämlich die (englische) Sprachausgabe zu hören ist, hielten sie es für angebracht, dass sich dann auch die deutschen Aussagen entsprechend mit dem Gesagten decken. Einerseits gewöhnungsbedürftig – andererseits ist es eine tolle Gelegenheit sich in leicht abgewandelter Form noch einmal den verbalen Fechtereien zu stellen. Das ist dann beinahe so, als würde man den liebgewonnen Klassiker zumindest ein klein wenig noch einmal neu erleben dürfen.
Optik zum Nimmersattsehen
Man kann wirklich sagen, was man möchte, aber alleine der Start-Screen, bei dem wir auf die kleine Insel Mêlée Island blicken, dabei dem ikonischen Thema lauschen, packt uns immer wieder erneut. Da scheint es unseren Verstand nicht die Bohne zu interessieren, wie oft wir das eigentlich schon zu Gesicht bekommen haben. Die warmen und durchweg einfach ansprechend gewählten Blautöne sind dabei derart zeitlos, dass wir bis heute die warme Meeresbrise auf unserer Haut und den Geruch des in einen Sommerabend getauchten Insellebens zu riechen scheinen. Zudem ist es unfassbar charmant umgesetzt, dass es für jede Altersklasse geeignet ist. Kinder erfreuen sich an der bunten Optik und den Rätseln, die Älteren erkennen zusätzlich einige der vielen Anspielungen, welche sich am damaligen Zeitgeist sowie deren Film- und Fernseh-Landschaft orientieren. Die vielen gesprächswilligen Seeräuber tun ihr übriges. Denn obwohl die ja eigentlich fiese Piraten darstellen sollen, nimmt sich das Abenteuer zu keiner Zeit wirklich ernst. Selbst Obermacker LeChuck verursacht bei weitem nicht das Gefühl, was ein Oberbösewicht eigentlich auslösen sollte. ‚The Secret of Monkey Island‘ ist das perfekte Abenteuer, um einen stressigen Tag gediegen ausklingen zu lassen. Dabei sind die Rätsel weder zu leicht, noch zu fordernd. Zudem war es das erste Adventure von George Lucas' Spieleschmiede, bei dem man während des Verlaufs der Geschichte nicht sterben konnte. Wer sich Mühe gibt, schafft das zwar trotzdem, damals fühlte sich diese Neuerung des Nicht-Sterbens nichtsdestotrotz wie eine Art Befreiungsschlag an.
Die Karibik in allen Geschmacksrichtungen
‚LucasArts hatte vor allem Anfang der 1990er viele Neuauflagen seiner Adventures angeboten, um die zum einen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen und zum anderen, Fans noch einmal schwach werden zu lassen. Mit ‚The Secret of Monkey Island‘ schienen die Mannen allerdings zurecht von ihrem Produkt überzeugt zu sein. Keinen anderen ‚LucasArts‘-Titel gab‘s in so vielen Facetten: Begonnen 1990 mit der CGA-Fassung mit 16 Farben, der EGA-Variante mit 64 und zuletzt der VGA-Schönheit, die sich gleich aus 256 Farbtöpfen bedient. Zwischendrin erstrahlt noch die Amiga-Variante mit 32 Koloriten und einem für damalige Verhältnisse absolut beeindruckenden Soundtrack. Niemand Geringeres als die beiden Musik-Halbgötter Chris Hülsbeck und Rudolf Stember konnten hier verpflichtet werden und zeigten mit dem TFMX-Soundsystem unfassbar eindrucksvoll, was im Amiga-Sound-Chip Paula steckte. Anno 1990 kam nichts näher an CD-Qualität im Gaming-Sektor. Allerdings sollte noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein: 1992 erschien Guybrushs Piratenhatz nachträglich für Apples Macintosh, für den das gesamte grafische Interface angepasst wurde. Statt schnöder Verben strahlen uns hier wunderschön gepixelte Mini-Grafiken der einzelnen Inventarutensilien entgegen. Später folgte diese Fassung für den PC auf CD-ROM – obendrein mit komplett digitalem Soundtrack. Der klang so verdammt gut, dass gar die musikalisch eindrucksvolle Amiga-Variante etwas in den Schatten gestellt wurde. Zu guter Letzt folgte 2009 überraschend die optisch sowie akustisch vollständig überarbeitete Special-Edition. Damit ist wohl eines klar: Ob Retro-Purist, Nostalgiker oder Grafik-Fetischist – hier ist wirklich für alle Geschmäcker etwas dabei. Doch wir sind tatsächlich noch immer nicht fertig. Wer nämlich ganz genau hinschaut, der sieht auf der langen Liste noch eine weitere Position. Die ...
… Monkey Island Ultimate Talkie Edition
Als 2009 völlig überraschend die ‚Monkey Island: Special Edition‘ angekündigt wurde, schauten viele Fans erst einmal ziemlich ungläubig. Würde diese Version tatsächlich kommen und würde sie dem geliebten Klassiker überhaupt das Wasser reichen? Erste Screenshots spalteten natürlich erwartungsgemäß die Gemüter. Doch die Entwickler schienen derartige Diskussionen bereits im Vorfeld zu erahnen und bauten ein tolles Feature ein: Mit einem simplen Tastendruck jederzeit zwischen der alten und der neuen Version zu wechseln, war so simpel wie brillant und nebenbei auch die Blaupause für viele weitere Adventure-Neuauflagen. Allerdings unterschätzte man nichtsdestotrotz den Anspruch der Käufer. Die wollten nämlich gleich alles kombinieren – zum Beispiel das Original mit den neuen Musikstücken sowie der hervorragenden (englischen) Sprachausgabe. Denn Hand auf‘s Herz: Genau so eine Version hatte man sich doch eigentlich die ganzen Jahre gewünscht: Den geliebten Klassiker mit frisch polierter Musik und Sprachausgabe. Leider war das aber so in der nicht möglich. Mehr noch: Auf dem deutschen Markt war der Klassiker innerhalb der Neuauflage obendrein ausschließlich in Englisch spielbar. Zwei Probleme also? Nein, zwei Lösungen. Normalerweise würden wir in einem Klassiker-Review keine inoffiziellen Anpassungen erwähnen, aber die Kombinationen dieser beiden Lösungen ist so brillant, dass sie jeder Retro-Fan einfach kennen muss. Wer die ‚Monkey Island: Special Edition‘ besitzt, kann sich nämlich ein kostenfreies Programm herunterladen, welches – völlig legal – aus der Neuauflage eine unter dem Adventure-Kult-Interpreter ‚ScummVM‘ voll lauffähige Klassiker-Version zaubert – plus neue Musik, plus englischer Sprachausgabe. Ein zweiter Patch switcht das Resultat dann auch noch ins Deutsche (bis auf die Sprachausgabe). In unseren Augen verdient diese neue Version wahrlich zurecht den Titel: ‚Monkey Island Ultimate Talkie Edition‘. Wie Ihr Euch diese selbst erstellen könnt, erfahrt Ihr in unserer Info-Box weiter unten.
The Secret of Monkey Island Ultimate Talkie Edition: Den inoffiziellen Patch zum flotten Selbstbau gibt's hier (http://www.gratissaugen.de) und hier wartet ein weiterer Patch, welcher die "Ultimate Edition" ins Deutsche wandelt (Zum Download). WICHTIG: Zum Erstellen muss die 'Monkey Island: Special Edition' installiert sein!
Mehr als „nur“ ein Klassiker – ein Stück Adventure-Geschichte
Was kann man eigentlich noch über ‚The Secret of Monkey Island‘ sagen, was nicht ohnehin überall bereits zu lesen ist und jeder längst weiß? Schöpfer Ron Gilbert hat etwas geschafft, was nur wenige Entwickler vor ihm schaffen sollten. Ob gewollt oder nicht, ob vorherzusehen oder nicht: Guybrush Threepwoods Abenteuer war ein Wendepunkt. Nicht nur, dass ‚Lucasfilm Games‘ hier erstmals die Weichen stellte, um endlich sinnlose virtuelle Tode durch Unachtsamkeit oder das falsche Lösen von Rätseln ein jähes Ende zu bereiten und sich damit von Hauptkonkurrent ‚Sierra‘ abzuheben. Mehr noch: ‚The Secret of Monkey Island‘ gehört in die Geschichte der Computerspiele wie kaum ein anderes. Es ist grundsätzlich mit dem Phänomen ‚Star Wars‘ zu vergleichen: Ganz egal, ob man es selbst je erlebte, man kann etwas mit dem Namen anfangen. Kenner bekommen allein beim Nennen des Titels des Piratenabenteuers strahlende Augen und einen wehmütigen Blick in die Vergangenheit. Guybrushs Reise ist einer der wenigen Spiele da draußen, bei denen man sich manchmal wirklich inständig wünscht, einfach mal schnell seine biologische Festplatte zu löschen und das Abenteuer noch einmal komplett neu erleben zu können. Es ist nicht einfach, die Faszination von ‚Monkey Island‘ überhaupt in Worte zu fassen. Veteranen nicken sicherlich längst verständnisvoll mit dem Kopf und Neulinge bekommen hoffentlich Interesse, die Reise auch nachträglich noch anzugehen. Denn egal, ob wieder- oder gänzlich neu erleben: Ein Besuch in der „lucasfilmschen“ Karibik lohnt sich jedes einzelne Mal. Den Klassiker-Status verdient Guybrushs Reise unbestreitbar mit jeder digitalen Faser der Bits und Bytes.

[ Klassiker-Test (neu aufgelegt) _ 31.07.2017 ]
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