
| Hersteller: | XXv Productions |
| Vertrieb: | Flashpoint |
| Steuerung: | Maus |
| Systemanforderungen: | Win 98/2000/ME/XP / Pentium III 450 MHz / 128 MB RAM / ca. 1 GB Festplatte |
| USK: | Freigegeben ab 6 Jahren |
| Offizielle Webseite: | www.darkfallgames.com |
Story top, Grafik Flop!
Was bei 'Dark Fall II' über den Bildschirm flimmert ist weit entfernt von heutigen Standards. In der Ego-Perspektive steuert man Parker durch die Örtlichkeiten, selbst das erste 'Myst' aus dem Jahre 1993 konnte weit mehr überzeugen. Alles ist sehr schlicht gerendert und Animationen in den Locations treten nur sehr vereinzelt auf, können aber das sterile und langweilige Image nicht retten. Das Spiel ist auf dem Stand von vor über 10 Jahren stehen geblieben, daher klickt man sich auch Bild für Bild durch Fetch Rock, keine Spur von 360-Grad-Perspektiven und dergleichen, wie das heute schon fast zum inoffiziellen Standard geworden ist.
Sound & Musik
Musik sucht man fast ausschließlich vergebens und über ein paar Solo-Einlagen verschiedener Instrumente geht das Ganze leider nicht hinaus. Gepunktet werden kann erst wieder mit den Soundeffekten. Die sind annehmbar gemacht und bekräftigen das schwache grafische Ambiente mit einem Hauch Realismus. Recht gut haben uns diese beim Lesen der zahlreichen Bücher gefallen: Liest man beispielsweise etwas über geheimnisvolle Schritte, die der Schreiber in der Nacht gehört haben will, schallen diese plötzlich aus den Boxen und können in diesem Moment für Gänsehaut sorgen. Auch die Sprachausgabe konnte gefallen. Man hört diese zwar nur sehr selten - aufgrund einer sehr spärlichen Anzahl von Gesprächspartnern -, doch war sie dann ganz ordentlich und trägt zum Gruseln bei. Als wir beispielsweise eine dunkle Höhle betraten, schallte plötzlich ein gehauchtes "Hier drüben" aus den Boxen und man wollte am Liebsten einfach Kehrtmachen.
Unausgereifte Steuerung
Nicht immer wusste uns die Steuerung zu überzeugen. Mit einem Klick geht's zwar rasant weiter, doch nicht selten verloren wir kurzzeitig die Orientierung. Vor allem in schlecht ausgeleuchteten Locations weiß man manchmal nicht, wo man sich nun gerade direkt befindet. Auch ist oft nicht ersichtlich, wo sich genau Wege befinden, die wir passieren können.
Rätsel
Wirkliche Kopfzerbrecher gibt es im Grunde nicht. Das Spiel beschränkt sich oft auf das Finden von geheimen Kombinationen in Tagebüchern oder Geheimfächern, die dann an geeigneter Stelle nur noch zum Einsatz gebracht werden müssen. Hier und da werden die grauen Zellen zwar schon mal gefordert, doch im Großen und Ganzen handelt es sich hierbei um ein Adventure für Fortgeschrittene.
Quintessenz
Es ist schade, dass man nicht mehr Arbeit und Mitarbeiter in das Spiel eingebracht hat. Grafik und Musik sind völlig altbacken - Myst-IV-Spieler werden sich vorkommen wie auf einer Reise in die Steinzeit. Auch trifft man auf seiner Reise nur sehr wenige Personen. Wer sich aber dennoch auf das Spiel einlässt, bekommt eine interessante gruselige Story geboten, die durchaus die Fähigkeit hat, an den Bildschirm zu fesseln.




































