
| Hersteller: | Kheops Studios |
| Vertrieb: | Flashpoint |
| Steuerung: | Maus |
| Systemanforderungen: | Win 98/2000/ME/XP / Pentium III 800 MHz / 64 MB RAM / 3D-Grafikkarte 64 MB RAM / ca. 1 GB Festplatte |
| USK: | Freigabe ohne Altersbeschränkung |
| Offizielle Webseite: | www.mysteriousislandgame.com |
"Alle Wege führen nach Rom"
Doch alles erst mal schön hintereinander: Bevor das eigentlich Abenteuer beginnen kann, muss Mina für ihr Überleben sorgen und begibt sich auf die Suche nach Nahrung. Überall gibt es interessantes zu sehen und einzustecken und ohne, dass sie sich versieht, platzt das Inventar bald darauf buchstäblich aus den Nähten. Das erschwert die Lösungen zusehends, doch mit kombinatorischem Geschick ergeben sich zahlreiche Variationen, Rätsel zu meistern. So muss Mina zu Beginn Feuer machen, um sich Nahrung zuzubereiten. Doch das Feuer kann man mit vielerlei Arten zum Brennen bewegen. Ein Beispiel: Um Feuer zu machen benutzt man ein Messer mit einem Feuerstein und bekommt so einen Anzünder, mit dem man Treibholz und dergleichen anzündet. Oder man benutzt einen rostigen Schlüssel mit einem gefundenen Teleskop, erhält aus letzterem eine Linse und brennt dann Palmenzweige an. Die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt und selten gab es bei einem Adventure derart viele Gegenstände und gleichermaßen eben so Handlungsfreiheit, mit diesen zu agieren.
Robinson Crusoe versus Mina
Mina ist für den guten Robinson Crusoe starke Konkurrenz, denn vieles, was man im Spiel benötigt, muss mit logischem Verstand erst einmal zusammen gebaut werden. Auch für das Wohlbefinden unserer Protagonistin muss gesorgt werden, braucht diese doch nach der Reise erst einmal etwas Nahrung. So hämmert man sich mit einem Stein und einem gefundenen Stück Metall ein Messer, mit dem man dann zum Beispiel Kokosnüsse öffnen kann, um sich an ihrer Milch laben zu können und Kokosnussfasern für die spätere Weiterverarbeitung zu erhalten. Um bei diesem Meer an Aktionsmöglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren, steht dem Spieler im Inventar eine Art Hilfesystem zum Kombinieren zur Verfügung. Hat man zwei Gegenstände kombiniert und es fehlen noch weitere, um ein brauchbares Resultat zu erzielen, wird dies in einer Formel wiedergegeben, ganz nach dem Motto: "Summand + Summand + Summand = Summe".
Präsentation
Kaum flimmert das Adventure über den Monitor, staunt man nicht schlecht über die durchweg tolle Grafik: Frische, strahlende Farben und fast fotorealistische Lokations sorgen für einen perfekten Augenschmaus. Standbilder sucht man hier glücklicherweise vergeblich und überall bewegt sich irgendetwas. Da fliegt ein Schmetterlingsschwarm, dort brodeln heiße Quellen, was die Umgebung sehr lebendig wirken lässt. Nur schade fanden wir, dass nach dem schicken Intro die gerenderten Zwischensequenzen einer Art Comic weichen mussten.
Die durchgehend deutsche Sprachausgabe ist solide, auch wenn das Wort "durchgehend" in diesem Fall etwas übertrieben wäre. Da Mina allein auf der Insel ist und sie dadurch keine direkten Gesprächspartner findet - bis auf den Affen Jep, den sie im Spiel kennen lernt - kann man ausschließlich bei Objektbeschreibungen oder Ereignissen ihre Stimme vernehmen.
Gelungenes melodisches Ambiente
Die musikalische Seite hat uns vollkommen überzeugt: Die angenehmen Melodien wirken niemals störend auf der Suche nach der Nautilus, sondern unterstützen die Reise positiv. Dasselbe gilt für die realistischen Soundeffekte. Ob kleiner Bach in der Nähe oder das Zischen einer Schlange, alles strömt wirklichkeitsnah aus den Lautsprechern.
Schlussbilanz: Aktiva überwiegt
Stellt man 'Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel' in seinen Pros und Contras gegenüber, überwiegt eindeutig die Pro-Seite. Gut fanden wir vor allem die Unlinearität, womit es für viele Situationen verschiedene Lösungswege der zahllosen Rätsel gibt - auch wenn die Fülle von Gegenständen rasch zur Unübersichtlichkeit führte. Eines ist aber sicher: Wer das Abenteuer ohne Lösungshilfe schafft, hat auf jeden Fall beste Voraussetzungen zu überleben, falls man mal auf einer einsamen Insel stranden sollte…




































