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© 2002 - 2026
Adventures Unlimited
Hersteller: Lucasfilm Games
Vertrieb: Softgold
Steuerung: Maus
Systemanforderungen: Dos 2.0 / 286 10 MHz / 512 KB RAM / ca. 3 MB Festplatte
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Kompatibilität: ScummVM / DOSBox
Deutsch: Komplett (Disk) / nein (CD)
Im Jahr 1990 veröffentlichte 'Lucasfilm Games' (vor der Umbennung in 'LucasArts' im Jahre 1992) genau zwei Adventures: 'The Secret of Monkey Island' und 'Loom'. So nah die Veröffentlichung beider auch liegen mag, so sehr unterscheiden sie sich. Während uns Ron Gilbert mit Guybrush Threepwood und stapelweise Humor quer durch die Karibik scheucht, bekommen wir mit Brian Moriartys Werk deutlich ernstere Kost geboten, die einfach etwas vollkommen Eigenes ist. Immerhin existiert noch immer eine herzerwärmend treue Fangemeinde dieses Adventures, welche die Vision hinter 'Loom' bis zum heutigen Tage zu schätzen weiß. In diesem Klassiker-Review schauen wir uns übrigens die später erschienene CD-ROM-Version an, die mit ihren wunderschönen 256 Koloriten des VGA-Farbtopfes sogar noch schöner daher kommt als die EGA-Variante. Und die holte bereits so ziemlich alles aus dem betagten Grafik-Standard heraus. Wen wundert es dann, dass die grafisch abgespeckte Fassung für so manchen Liebhaber das Non-Plus-Ultra in Sachen 'Loom' ist? Wobei dies noch einige andere Gründe beinhaltet. Nichtsdestotrotz hat es uns die CD-ROM-Version so richtig angetan. Warum die so besonders ist, schauen wir uns in diesem Klassiker-Review mit Euch gemeinsam an.
Willkommen im Zeitalter der großen Gilden
'Loom' präsentiert uns eine Welt, in der sich die Handwerker allerorts zu Gilden zusammengeschlossen haben, um in ihrer Gesamtheit mehr Stärke zu besitzen, Macht auszuüben und natürlich ihre Geheimnisse zu beschützen. Diesem stetigen Wettstreit nach immer mehr Macht entzog sich lediglich nur eine einzige Gilde: die der Weber. Denn deren Gesetz verbietet nicht nur jede Einmischung, auch den Kontakt zu Fremden jedweder Natur. Nur so konnten sie sich über Generation verbessern und webten nicht nur Stoffe von unübertroffener Schönheit, sondern mit übernatürlichen Eigenschaften, um Kranke zu heilen oder Glück zu den Glücklosen zu bringen. Letztlich schafften sie es sogar, ihr Gewebe direkt in den Raum und die Zeit zu weben. Die Angst anderer Gilden vor solcher Macht wuchs, weshalb sich die Weber ins Exil zurückzogen: Auf die abgeschiedene und namensgebende Insel Loom. Jahrhunderte vergingen und die Weber gerieten langsam in Vergessenheit. Ihre unnachsichtigen Regeln, sich nicht mit Außenstehenden einzulassen, brachten großes Unglück. Kinder wurden tot geboren oder waren schrecklich verstümmelt. Die Frauen wurden unfruchtbar. Zumindest so lange, bis sich die junge Weberin Lady Cygna gegen den Rat der Ältesten stellte, den heiligen Webstuhl missbrauchte, um ein gesundes Kind zu zeugen. Sie wurde für diese Tat verbannt und ihr Sprößling - ein Junge - unter strenger Beobachtung aufgezogen. Schnell zeigte sich, dass seine Fähigkeiten weit über das hinaus gingen, was die Ältesten kannten. Aus Angst, dass Kind könnte zu mächtig werden, verboten sie ihm das Weben zu erlernen. An seinem 17. Geburtstag beginnt nun das Adventure und wir schlüpfen in die Rolle des Kindes des Webstuhls - in die Rolle von ...
Bobbin Threadbare
Der arme Kerl leidet so ziemlich stark darunter, von seiner Gilde ausgegrenzt zu sein. Alles, worauf er sich daher jedes Jahr freut, ist ein Schwan, der regelmäßig zu seinem Geburtstag erscheint und natürlich die alte Weberin Hetchel, die sich seit der Geburt um ihm kümmert und Bobbin zumindest das Gefühl gibt, doch irgendwo in der Welt seinen Platz gefunden zu haben. An seinem 17. Geburtstag wird er nun plötzlich von den Ältesten gerufen und muss ungewollt mit ansehen, wie seine Ziehmutter ein für allemal von der Gilde verbannt wird. Denn der Rat fürchtet, Hetchel könnte Bobbin über seine Kräfte aufklären, was sie aus Furcht einfach nicht zulassen können. Somit wird die alte Weberin in ein Schwanen-Ei verwandelt, was allerdings offensichtlich so nicht geplant gewesen war. Die Ältesten versuchen gerade noch zu verstehen, warum der Verbannungszauber nicht wirkte, da werden sie selbst von einem Schwan angegriffen und ihrerseits zu eben jenem verzaubert. Der Rat fliegt gegen seinen Willen davon und Bobbin ist plötzlich komplett allein auf der Insel Loom. Wie der Spieler weiß auch der Jüngling nicht, was da eben geschah. Also schnappt sich Bobbin den Zauberstab des ältesten Ratsmitglieds und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Musikalisch
Und der Zauberstab ist auch das besondere Element des Adventures. Denn wir bekommen nicht etwa ein Inventar und Verben vorgesetzt, um mit der Umwelt zu interagieren, sondern Musiknoten. Im Laufe der Handlung erlernen wir nämlich – oft beiläufig – insgesamt 16 verschiedene Melodien, die jeweils einen bestimmten Zauber repräsentieren. So kann Bobbin beispielsweise Heu in Gold verwandeln, leere Gefäße füllen oder Gegnern eine Illusion ihres schlimmsten Feindes präsentieren, so dass die schnurrstracks die Beine in die Hand nehmen. Zugegeben liest sich dieses Steuerungselement nicht unbedingt spannend. Mit ein bisschen Eingewöhnung ist das jedoch bald kein Thema mehr und erfordert nicht nur das Notieren der kurzen Melodien, sondern auch das Verständnis für ihre Anwendung. Denn wenn eine Notenansammlung Stroh in Gold verwandeln kann, wird die Wirkung des Zaubers entsprechend ins Gegenteil verkehrt, wenn man es anders herum spielt. Allerdings sind nicht alle magischen Anwendungen wirklich notwendig um voranzukommen. Wer gern ein wenig Herumprobieren möchte, die Sprüche auch anders anzuwenden, dem verweigert der Titel diese Möglichkeit keineswegs. Das macht tatsächlich einen gewissen Reiz aus, täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass ‚Loom‘ eines der einfacheren Adventures von ‚Lucasfilm Games‘ ist. Zudem ist es recht kurz und problemlos an nur einem Grübelabend zu schaffen.
Viele Versionen – ein Abenteuer
‚Loom‘ ist für verschiedene Computersysteme wie Amiga, Atari, Fujitsu Micro (die Versionen werden oft als "FM-Towns" bezeichnet) oder PC erschienen, wobei sich die leider zum Teil stark unterscheiden. Die zentrale Handlung ist zwar in allen Fassungen gegeben, aber der Schnittteufel steckt eben im Detail. Aufgrunddessen ist für hartgesottene ‚Loom‘-Fans oft die EGA-Variante (PC/Amiga/Atari) das Non-Plus-Ultra. Die hat zwar nur 16 Farben zu bieten, ist dafür allerdings auch komplett ungeschnitten – meist betrifft das die Dialoge. Wer sich jedoch mit dem mageren Farbtopf nicht zufrieden geben mag, der sollte zur FM-Towns-Version greifen: Die basiert grundsätzlich auf der optisch totschicken 256-Farben-VGA-Fassung, bietet obendrein einen kompletten Soundtrack und ungeschnittene Dialoge. Allerdings fehlt hier die wirklich fantastische (englische) Sprachausgabe, die es eben nur in der PC-CD-ROM-Version gibt. Die kommt zwar auch in 256 Farben daher, leider hat man unsinnigerweise den Soundtrack weggelassen, weshalb man oft in Totenstille rätseln muss, die nur von Bobbins Gebrabbel unterbochen wird. Dennoch empfehlen wir ganz klar diese Fassung, denn die gesprochenen Dialoge sind in ihrer Qualität an ein Hörspiel angelehnt, ausgezeichnet besetzt und es ist unglaublich, was die alleine an zusätzlicher Atmosphäre herausholen. Ein Fan-Patch macht es überdies möglich, die deutsche Version mit dieser englischen Sprachfassung zu kombinieren. Leider hat diese Qualität ihren Preis: Damit die edlen Sprecher nicht herabgestuft werden mussten, beschnitt man nämlich kurzerhand die Dialoge, damit die überhaupt auf die CD passen. Anders als in anderen Titeln ist die Sprachausgabe hier als digitale Audiospur auf die Silberscheibe gepresst und nicht etwa in einer Datei. Somit ist die natürlich unverhältnismäßig groß, kann dafür aber auch in einem herkömmlichen CD-Spieler angehört werden.
Hinweis: Den inoffiziellen Deutsch-Patch für die FM-Towns-Version gibt es unter folgendem Link zum kostenfreien Download. (Zum Download)
Ein Titel ohne Beispiel
In unseren Augen ist ‚Loom‘ absolut zu unrecht ein total unterschätztes Adventure. Wenn man das bei Diskussionen zur Sprache bringt und Worte über die musikalische Steuerung verliert, schalten die meisten Zuhörer instinktiv ab. Es klingt einfach wenig spielerisch interessant, doch das ist in der Tat so ziemlich am Weitesten von der Realität entfernt. ‚Loom‘ ist anders und das auf eine Art und Weise, die man mit Worten nur schwerlich beschreiben kann. Aufgrunddessen können wir jedem nur empfehlen, auch so viele Jahre nach dem Release dem Titel eine Chance zu geben. Ihr werdet überrascht sein und vielleicht auch verstehen, warum dieses Adventure noch immer seine treue Fangemeinde hat. Das Einzige, was man ‚Loom‘ vorwerfen kann, ist leider der Umstand der Auftakt einer Trilogie zu sein, der nicht nur ein offenes Ende hat, sondern niemals mit auch nur einer Fortsetzung belohnt wurde. Mittlerweile haben sich sogar emsige Fans daran gemacht und den Nachfolger ‚Forge‘ (bzw. dessen Auftakt) auf Basis Brian Moriartys Vorstellungen selbst zu programmieren. Dieser Eifer, dass sich Menschen in ihrer Freizeit hinsetzen und einen eigenen Nachfolger entwickeln, war es letztlich, welcher unser Interesse weckte. Enttäuscht sind wir jedenfalls nicht ein Stück und ärgern uns sogar, den Titel nicht um das Release in den 1990ern gespielt zu haben. Heute mag es noch immer funktionieren, aber im damaligen Zeitgeist hat es offensichtlich noch viel intensivere Spuren hinterlassen. ‚Loom‘ ist ein beispielloses Adventure, bei dem ein Vergleich mit anderen Titeln kaum möglich ist. Und genau das macht es zu etwas Besonderem!

[ Klassiker-Test (neu aufgelegt) _ 15.12.2016 ]


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