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Hersteller: Lucasfilm Games
Vertrieb: Softgold
Steuerung: Maus
Systemanforderungen: DOS / XT/AT / 512 KB RAM / ca. 3 MB Festplatte
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Kompatibilität: ScummVM / DOSBox
Deutsch: Komplett
Nur ein Jahr nach ‚Maniac Mansion‘ und dem wegweisenden SCUMM-System wurde gleich der nächste Projektleiter aus dem Hause ‚Lucasfilm Games‘ übermütig: Peter Fox stellt uns an die Seite eines Boulevard-Reporters, der nach allerlei Räuberpistolen, welche er selbstsicher als „Journalismus“ verkaufte, plötzlich nichts Geringeres in die Hände gelegt bekommt, als das Schicksal der gesamten Menschheit... Wir schauen uns in diesem Klassiker-Review übrigens die später erschienene FM-Towns-Version an, die neben Musikuntermalung auch die wunderschön aufgehübschten Locations in 256-VGA-Koloriten bietet.

Der Sensationsreporter Zak McKracken einer in San Francisco ansässigen Boulevard-Zeitschrift schrieb allerlei Artikel, die gern öfter über das Ziel hinausschossen und an der Realität vorbei gingen. So wird das natürlich niemals etwas mit dem von ihm angestrebten Literaturpreis. Dummerweise stellt sich das boulevardeske Geschreibsel nun zusätzlich als Problem heraus. Von einem fremdartigen Alien bekommt er nämlich im Traum ins Ohr geflüstert, dass die Verdummung der Menschheit keinesfalls evolutionärer Zufall ist. Außerirdische Angreifer möchten sich in Wahrheit nur gern damit das kommende Blutbad einer Invasion sparen. Die weltweiten Telefonnetze mit einem unterschwelligen Ton zu überlagern, der die Gesprächspartner nach und nach um den Balast ihres Intelligentsquotienten erleichtert, scheint da viel einfacher. Leider aber glaubt Zak niemand die Geschichte und selbst wenn, sind sie wohlmöglich bereits Opfer der globalen Verdummungskampagne der Außerirdischen. Also muss der Reporter Wohl oder Übel selbst ans Werk und lernt mit Annie, Melissa und Leslie gleich drei Frauenzimmer kennen, die sich seinem Kampf gegen die Invasoren anschließen. Wobei die letzteren Beiden unlängst den Signalen aus ihren Träumen gefolgt sind und in den endlosen, roten Wüsten des Mars auf weiteren Kontakt mit den außerirdischen Buddies warten.
Zu viert und doch alleine
Somit stehen zwar nach ein wenig Spielzeit ganze vier verschiedene Charaktere bereit, zwischen denen wir beliebig wechseln dürfen, doch das nimmt bei Weitem nicht die Ausmaße des Vorproduktes ‚Maniac Mansion‘ an. Dort kam noch jeder Mitstreiter mit ungefähr dem gleichen Anteil in der Geschichte zum Tragen. In ‚Zak McKracken and the Alien Mindbenders‘ steuern wir allerdings mit gut 70% den Zeitungsreporter deutlich öfter als die anderen Mitstreiter. Melissa und Leslie, die auf dem roten Planeten umherstromern, hätte man sogar in nur einem Charakter kombinieren können, unterscheiden sich die letztlich doch ausschließlich durch gewisse Ängste, was deren Wechsel in den Rätseln unumgänglich macht. Melissa auf der Erde kann zwar so manche Grübelkost von Zak übernehmen, ist unter'm Strich allerdings dann doch beinahe ausnahmslos dazu da, entweder ihre weiblichen Reize für das Vorankommen spielen zu lassen oder den Reporter aus misslichen Lagen zu befreien. Möglich ist dies jedoch nicht immer: An einigen Stellen im Spiel können wir nämlich buchstäblich so sehr festsitzen, dass wir in eine Sackgasse geraten und ein weiteres Vorankommen nicht mehr möglich ist. Häufiges Speichern sollte daher einmal mehr in Fleisch und Blut übergehen.
Geldmanagement & die ikonischste Verkleidung der Spielegeschichte
Wer nicht weise mit seinen Credits auf der Cashcard umgeht, endet übrigens schneller in einer Einbahnstraße als einem lieb ist. Da hauptsächlich Zak mit allerlei Interkontinentalflügen quer über den Globus reist, sollte man stetig einen Blick auf seine finanziellen Mittel werfen. Das Umherdüsen ist nämlich alles andere als eine kostengünstige Angelegenheit. Allerdings wird findigen Abenteurern auch die ein oder andere Möglichkeit geboten, verlorene Credits beispielsweise durch einen Lottogewinn wieder aufzufrischen. Davon abgesehen verschlägt es Zak an viele Orte weltweit: Einmal muss er sich im brasilianischen Dschungel einen Weg bahnen, die Pyramiden in Ägypten untersuchen, bucht einen Rundflug über das Bermudadreieck oder stattet selbst den außeridischen Agressoren im All einen Besuch ab. Sich in deren Reihen frei zu bewegen, ist übrigens nicht allzu schwer: Nasenbrille und Hut sind nicht zwingend eine schwer nachzuahmende Verkleidung, die Zak jederzeit anlegen kann. Heute ist das Tragen dieses "modischen Accessoires" unter Fans derweil beispielsweise auf Spielemessen eine beliebte Ikone, die selbst so viele Jahre nach dem Erscheinen noch immer wie selbstverständlich für das Adventure von ‚Lucasfilm Games‘ steht und mit einem selbstbewussten Kopfnicken gewürdigt wird. Als Adventure-Fan gehört das jedenfalls zur Allgemeinbildung.
Weiterentwickelte SCUMM-Bedienung
Seit dem indirekten Vorgänger ‚Maniac Mansion‘ haben sich die Mannen um ‚Lucasfilm Games‘ einige Gedanken gemacht, wie man die Steuerung komfortabler gestalten könne. Natürlich stehen auch weiterhin die Abkürzungen mittels Tastatur zur Verfügung, mit denen man die Verben- und selbst die Inventarauswahl beschleunigen kann, jedoch ist es nun möglich, direkt auf die Tätigkeitsphrase zu klicken. Möchten wir also einen Gegenstand verwenden – beispielsweise „Benutze Schlüssel mit Schloss“ – können wir direkt auf diese zusammengesetzte Phrase in der Befehlszeile klicken, damit Zak diese ausführt. Des Weiteren merkt sich das Interface nun das zuletzt angeklickte Utensil. Das ist vor allem in dunklen Locations deutlich angenehmer, wenn wir vorher mit "Was ist" entsprechend einen Hotspot wie eine Fackel suchen, darauf klicken, um die dann beim Kombinieren mit einem Feuerzeug nicht noch einmal extra suchen zu müssen. Die von uns diesem Test zugrunde liegende Version in der Fujitsu-Micro-Variante (auch „FM-Towns“ genannt) bietet zudem einen vergrößerten Inventarbereich. Sind im Original gerade einmal vier Gegenstände auf einmal dargestellt, gibt's nun derer gleich zehn, was den Komfort durch die reduzierte Klickarbeit fördert. Zaks Taschen füllen sich genretypisch nämlich zügig, so dass der eigentlich kaum mehr ein Bein vor das andere setzen können dürfte.
Nimm das, Amiga!
Während sich in der Standard-Version – neben PC, Atari-ST und C64 – der Amiga wieder über die Goldmedaille freuen darf, die beste Fassung in dieser Zeit abbekommen zu haben, stiehlt Commodores Gaming-Flaggschiff allerdings die Jahre später veröffentlichte FM-Towns-Variante gehörig die Show. Die brilliert mit ihren 256 Farben in vollkommen anderen Sphären, während die originalen Versionen oft nicht über 32 Farben (EGA) oder gar nur 16 (auf dem C64) hinauskommen. Leider verpasste ‚Lucasfilm Games‘ die Chance, eine Rück-Portierung zum PC umzusetzen, damit der zumindest eine VGA-Fassung spendiert bekommt. Da die FM-Towns-Version niemals offiziell in Europa zu haben war, galt das schon als Wehrmutstropfen. Denn damit war sie nur schwer zu ergattern. Außerdem wird hier ausschließlich Englisch und Japanisch untertitelt. Dank Fan-Patch (siehe Info-Kasten) ist es allerdings heute problemlos möglich, die deutschen Inhalte des Originals darin verfügbar zu machen. Und das empfehlen wir mit drei Ausrufezeichen!!! Sofern man nicht aus nostalgischen Gründen die farbärmeren Varianten bevorzugt, sind die 256 Kolorite in ihrer optischen Wucht bereits ein Grund für sich, den FM-Towns-Ableger zu spielen. Doch ebenso der Sound und die Musik ist hier von einem ganz anderen Stern. Kommt das Original kaum über ein paar Jingles, Intro- und Extro-Musik hinaus, findet sich hier eine komplette akustische Untermalung in lupenreiner CD-Qualität. Der atmosphärische Gewinn stellt das Original von 1988 jedenfalls unserer Meinung nach komplett in den Schatten.
Hinweis: Den inoffiziellen Deutsch-Patch für die FM-Towns-Version gibt es unter folgendem Link zum kostenfreien Download: (Zum Download)
Ein verrücktes Abenteuer!
Wir müssen ganz ehrlich zugegeben, dass wir als Teenager und stolze Amiga-500-Besitzer Anfang der 90er nicht wirklich viel mit ‚Zak McKracken and the Alien Mindbenders‘ anfangen konnten. Nun sind so viele Jahre ins Land gestrichen und wir haben diesen Klassiker erst jetzt so richtig für uns entdeckt. Verantwortlich dafür zeigt sich alleinig die FM-Towns-Version. Dank Fan-Patch im Handumdrehen in unsere Landessprache gehieft, überzeugte uns die tolle VGA-Optik und der akustische Klangteppich. Rätselten wir in der Amiga-Fassung – bis auf ein paar Soundschnipsel und Geräusche – fast ausnahmslos in totaler Stille, macht die FM-Towns-Fassung das Adventure auf einen Schlag zeitgemäßer. Es hat uns richtig Spaß gemacht, den Titel noch einmal in seiner Gänze zu erleben und sehen Zaks Abenteuer ab sofort in einem vollkommen neuen Licht. Einzige Kritikpunkte sind nichtsdestotrotz die Problematik der Sackgassen und das Geld-Management, weshalb man öfter dazu gezwungen wird, ein wenig Herumzuprobieren. Regelmäßiges Speichern ist zudem Pflicht! Davon abgesehen ist ‚Zak McKracken and the Alien Mindbenders‘ ein richtig tolles Abenteuer, dem man die Jahre auf dem virtuellen Buckel kaum anmerkt: Geschichte, Rätsel und Humor funktionieren heute immer noch hervorragend und machen aus dem Adventure (nun auch für uns) einen wahren und erinnerungswürdigen Klassiker!

[ Klassiker-Test (neu aufgelegt) _ 15.03.2017 ]

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