
| Hersteller: | Silver Style Entertainment |
| Vertrieb: | Atari |
| Steuerung: | Maus |
| Systemanforderungen: | Win XP/Vista / Pentium IV 2 GHz / 512 MB RAM / 64 MB 3D-Grafikkarte / ca. 4 GB Festplatte |
| USK: | Freigegeben ab 6 Jahren |
| Offizielle Webseite: | www.everlight-game.de |
„Du musst lernen vierdimensional zu denken!“
Recht früh steht Melvin dabei ein interessantes Werkzeug in seinem Inventarbereich zur Verfügung, mithilfe dessen es möglich ist, per Mausklick die Tageszeit zu ändern. Ein Klick genügt und schon ist es Nacht, ein weiterer und es ist wieder Tag. Dieses Feature ist nicht nur schickes Beiwerk, sondern für das Spielen von 'Everlight' essentiell. Manche Rätsel lassen sich nämlich nur zu einer bestimmten Tageszeit lösen, andere erfordern es sogar, über mehrere Zeitsprünge zu agieren. Das gibt dem Adventure einen sehr innovativen Schliff, der richtig Spaß macht. Immerhin kann es sehr interessant sein, die Stadt zu den verschiedenen Tageszeiten zu erleben. Kommt man mal im Spiel nicht weiter, kann jederzeit auf ein dreistufiges Hilfssystem zurückgegriffen werden. Leider hatten wir beim Testen kleinere Probleme mit den Ladezeiten: Bei unserem 1-GB-RAM-Testsystem (WinXP) haben die Wechsel zwischen den Räumlichkeiten oder die zwischen Tag und Nacht kräftig eingeladen. Erst mit unserem zweiten Testsystem, das mit 2-GB-RAM ausgestattet ist, merkte sich der PC viel mehr der Räumlichkeiten, was die Ladepausen auf einen Minimum reduzierte. Dieser Punkt verwundert, immerhin erfüllt bereits das erste Testsystem, in Bezug auf den Arbeitsspeicher, die optimalen Anforderungen. Alle anderen Komponenten waren sogar wesentlich darüber.
2D-Edellook
Doch die Ladepausen lohnen sich, wenn man bedenkt, wie todschick 'Everlight' geworden ist. Obwohl es sich bei der Engine um eine 2,5D-Engine handelt, wurden die vorgerenderten Örtlichkeiten mit vielen Features ausgestattet. So bewegen sich beispielsweise die Wolken butterweich über den Dächern und werfen zudem noch einen sanften Schatten auf die rustikalen Straßen. Und da die Locations auch ohne diese Effekte bereits extrem viel Detailreichtum bieten, sollte im Grunde kein Platz für Kritik sein. Einzig und allein die recht wenigen Orte sind auf Dauer etwas ermüdend. Denn die komplette Story findet ausschließlich in dem kleinen Ort Tallen und Umgebung statt. Spätestens nach der Hälfte des Abenteuers kennt man das Fleckchen Erde dann in- und auswendig, auch wenn die Entwickler mit immer neuen Rätseln dafür gesorgt haben, dass man stets genug zu tun hat. Nur selten kommen neue Orte hinzu. Um möglichst flott von Einem zum Anderen zu kommen, befindet sich im Inventarbereich gleich zu Beginn eine Karte, mit der man im Nu die Laufwege überbrückt.
Melvin Potter
Da es sich um eine Zauberwelt handelt, haben sich Vertreiber und Entwickler etwas Nettes einfallen lassen. So spricht die deutsche Stimme von Harry Potter den jungen Schüler Melvin. Ebenso handelt es sich auch bei den weiteren Persönlichkeiten ausschließlich um Sprecher, die ihr Handwerk verstehen. Die Gags im Spiel funktionieren aber dennoch nicht richtig. Entweder, sie sind einfach zu simpel gestrickt, so dass sie kaum eine Mundbewegung des Spielers in Richtung Lächeln nach sich ziehen oder sie gehen kurzerhand etwas unter die Gürtellinie. Natürlich ist das jedermanns Geschmackssache, doch hätte man sich in diesem Punkt, unserer Meinung nach, mehr Mühe geben können. Beim Soundtrack hat sich die Arbeit hingegen gelohnt, denn der dudelt angenehm und niemals nervend im Hintergrund und erzeugt eine äußerst angenehme Atmosphäre. Außerdem befindet sich in der Verpackung eine CD des Sängers Vince Bahrdt mit dem für das Spiel beigesteuerten Titel „Im Land davor“ (Melvins Licht).
Fazit
'Everlight' ist ohne jeden Zweifel ein richtig gutes Abenteuer, auch wenn an mancher Stelle sicherlich mehr Potenzial drin gewesen wäre. Hauptkritikpunkt sind eigentlich ausschließlich die wenigen zu bereisenden Orte. Die kann man zwar allesamt sowohl am Tag, als auch in der Nacht besuchen, doch sehnt man sich förmlich nach der Hälfte des Spieles nach neuen Locations, die man erkunden kann. Alle anderen Features können sich sehen- bzw. hören lassen: Die Grafik ist ein Augenschmauß und die Sprecher hätte man kaum besser wählen können. Des Weiteren bietet die Reise nach Tallen eine ordentlich, lange Spielzeit und ist daher ausnahmslos jedem Adventure-Fan ans Herz gelegt!
[ 11.11.2007 ]




































